Alle sind sauer auf einen

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Bamberg. Nachdem sein "Kindheitstraum" vom Davis-Cup-Sieg wieder geplatzt war, entlud sich bei Tennis-Profi Tommy Haas der Frust. Ziel seines Zorns: Mannschaftskollege Philipp Kohlschreiber, der beim 1:4 gegen Argentinien wegen eines Magen-Darm-Virus gefehlt hatte. "Dass er nicht mal gekommen ist, finde ich sehr schade", grollte Haas am Samstag in Bamberg

Bamberg. Nachdem sein "Kindheitstraum" vom Davis-Cup-Sieg wieder geplatzt war, entlud sich bei Tennis-Profi Tommy Haas der Frust. Ziel seines Zorns: Mannschaftskollege Philipp Kohlschreiber, der beim 1:4 gegen Argentinien wegen eines Magen-Darm-Virus gefehlt hatte. "Dass er nicht mal gekommen ist, finde ich sehr schade", grollte Haas am Samstag in Bamberg. Auch 24 Stunden später hatten sich die Wogen noch nicht geglättet. Dass Kohlschreiber keinen Kontakt zu den Kollegen gehabt habe, kam nicht gut an. Kapitän Patrik Kühnen sagte gestern zudem: "Es ist verwunderlich, dass er die Absage schon am Mittwoch gemacht hat und jetzt nächste Woche beim Turnier in Rotterdam startet." Er ergänzte: "Wir alle hätten uns gewünscht, wenn er es geschafft hätte, uns wenigstens einen Tag zu unterstützen."

Haas lässt Zukunft offen

"Es ist klar, dass das wehtut", sagte Haas zu der Erstrunden-Niederlage. Insgeheim habe er nach der Auslosung vor sich "hingeträumt", dass in dieser Saison viel möglich sein könnte. Doch weit gefehlt. Abstiegsduell statt Viertelfinale hieß es nun für die deutschen Tennis-Spieler. Der Gegner wird am 11. April ausgelost. Es ist gut möglich, dass die Partie in Bamberg Haas' letzter Auftritt im Davis-Cup war. Ob er vom 14. bis 16. September mithelfen wird, den Sturz in die Zweitklassigkeit abzuwenden, vermochte der 33-Jährige nicht zu sagen: "Bis dahin ist noch lange hin." An Kühnens 46. Geburtstag war es dem einstigen Weltranglisten-Zweiten mit Doppelpartner Philipp Petzschner am Samstag nicht gelungen, für die Wende zu sorgen. Trotz 2:0-Satzführung unterlag das Duo David Nalbandian und Schwank mit 6:3, 6:4, 4:6, 3:6, 4:6 - das war die Entscheidung zu Gunsten des Vorjahresfinalisten aus Südamerika, der durch den Doppelsieg mit 3:0 in Führung gegangen war. Der Titelverteidiger Spanien, der Argentinien im Endspiel mit 3:1 besiegt hatte, steht nach dem 5:0 gegen Kasachstan im Viertelfinale. dpa

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