Völklinger Kunkel im EM-Qualifikationsspiel in Tel Aviv dabei

Handball : Nach zwei Jahren ist Kunkel zurück im Nationalteam

Die Arrivierten um Kapitän Uwe Gensheimer liegen schon in der Urlaubssonne, nun dürfen die Hoffnungsträger um den Völklinger Yves Kunkel (25) ran. Mit dem jüngsten Kader seiner Amtszeit ist Bundestrainer Christian Prokop zur letzten Dienstreise einer langen WM-Saison nach Tel Aviv gedüst.

Im EM-Qualifikationsspiel gegen Israel an diesem Mittwoch (18.45 Uhr/ZDF Livestream) darf sich Deutschlands Handball-Nachwuchs bewähren und als Alternative für das bevorstehende Superjahr 2020 mit EM und den Olympischen Spielen anbieten. Das gilt auch für Kunkel, der fast zwei Jahre nach seiner letzten Nominierung wieder dabei ist. Bislang hat Kunkel, der nach seinem Wechsel zur MT Melsungen eine starke Saison absolviert hat, drei Länderspiele bestritten.

„Die Chance ist da, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen“, sagte Prokop vor dem Abflug am Dienstag und formulierte seine Erwartung für die sportlich bedeutungslose Partie: „Ich will eine kampfstarke, vor Einsatz sprühende Mannschaft sehen, in der jeder Spieler seine individuellen Stärken einbringt und sich in den Dienst der Gruppe stellt.“

Da der WM-Vierte das Ticket für die Europameisterschaft im kommenden Jahr in Norwegen, Österreich und Schweden als souveräner Tabellenführer der Gruppe 1 (8:0 Punkte) bereits in der Tasche hat, leistet sich Prokop den Luxus, fast alle Stars zu schonen. „2020 wird für uns alle ein Jahr mit großen Zielen und einem intensiven Programm. Um uns unsere olympischen Träume zu erfüllen, benötigen wir Top-Leistungen und müssen dazu auch die Chance nutzen, den Topspielern die Möglichkeit zur Regeneration zu geben“, sagte Axel Kromer, Sportvorstand des Deutschen Handball-Bundes. Routinier Tobias Reichmann muss sein geplantes Comeback aus Verletzungsgründen auf das Heimspiel am kommenden Sonntag (18 Uhr in Nürnberg) gegen den Kosovo verschieben.

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