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Wettbewerb
Zeugnisse unserer Heimat wertschätzen

 Das „Hiwwelhaus“ (Haus auf dem Hügel)  in Alsweiler ist das älteste erhaltene Bauernhaus des Saarlandes und heute im Besitz der Gemeinde Marpingen, die es musealen und kulturellen Zwecken widmet.
Das „Hiwwelhaus“ (Haus auf dem Hügel) in Alsweiler ist das älteste erhaltene Bauernhaus des Saarlandes und heute im Besitz der Gemeinde Marpingen, die es musealen und kulturellen Zwecken widmet. FOTO: bub / BECKER&BREDEL
St. Wendel. Die 18. Auflage des Bauernhaus-Wettbewerbs startet im August. Anmeldungen sind bei der Kreisverwaltung möglich. Von red

() „Jetzt zum 18. Saarländischen Bauernhaus-Wettbewerb anmelden“, ruft Umweltminister Reinhold Jost (SPD) die Menschen im Landkreis St. Wendel auf. Jost ist nach eigenen Angaben überzeugt: Auch in diesem Jahr werden sich wieder genügend Hausbesitzer finden, die mit ihren Anwesen die Teilnahmebedingungen erfüllen. „Bauernhäuser sind ein Bestandteil des kulturellen Erbes unserer Heimat. Der Wettbewerb soll all denen Anerkennung schenken, die zur Erhaltung und Pflege viel Arbeit, Zeit, Geld und Herzblut aufgebracht haben“, erklärt der Minister.


Wer beim Wettbewerb „Saarländische Bauernhäuser – Zeugnisse unserer Heimat“ mitmachen möchte, der muss sich bis zum 10. August bei der Kreisverwaltung anmelden. Gemeldet werden können Bauernhäuser und Arbeiterbauernhäuser, die vor dem Jahr 1914 erbaut wurden. Jüngere, bis 1945 erbaute Häuser, werden dann zum Wettbewerb zugelassen, wenn sie einen für die Entstehungszeit charakteristischen Gebäudetyp repräsentieren. Ob die Häuser heute noch landwirtschaftlich genutzt werden oder nicht, spielt nach Angaben des Ministeriums dabei keine Rolle. Ebensowenig das Innere der Gebäude.

Die Jury beurteilt unter anderem den Allgemeinzustand des Gebäudes, den Erhaltungs- und Pflegezustand sowie die handwerksgerechte Ausführung der Restaurierung einschließlich der Verwendung traditioneller Baumaterialien, die Gestaltung und den Zustand der zum Gebäude gehörenden Flächen mit ihrem Pflanzenbestand.

Die Kreisjury begutachtet zwischen dem 16. und 24. August die Häuser. Die anschließend für die Landesebene vorgeschlagenen Häuser werden von den Juroren während einer Besichtigung vor Ort am 25. und 26. September beurteilt. Die Landesjury entscheidet über die Vergabe von Preisen und Anerkennungen.

Minister Jost: „Der saarländische Bauernhaus-Wettbewerb will dazu beitragen, bei Hauseigentümern und Dorfgemeinschaften den Sinn für den Wert dieser alten Bausubstanz zu wecken.“ Die restaurierten Bauernhäuser machten die Dörfer attraktiver und spornten andere Hauseigentümer an, Gleiches zu tun. „Daher rufe ich alle Besitzer von alten Bauernhäuser und Arbeiterbauernhäuser im Saarland auf, mitzumachen“, lässt Jost verlautbaren.



Der Wettbewerb wird alle zwei Jahre vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und vom Institut für Landeskunde im Saarland ausgerichtet, für die Preisträger des Wettbewerbs stehen insgesamt 10 000 Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen zu
Wettbewerb und Anmeldebedingungen gibt es bei Heinz Quasten,
Tel. (0 68 42) 13 98, oder
E-Mail h.quasten@gmx.de.