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Blaulicht
Spur des Betrügers führt nach Westafrika

ARCHIV - Zum Themendienst-Bericht von Peter Münch vom 12. April 2018: Egal, zu welchem Hobby - viele Online-Foren bieten nach wie vor die Gelegenheit zum Austausch mit Gleichgesinnten. 
(Archivbild vom 10.11.2016/Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher.) Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
ARCHIV - Zum Themendienst-Bericht von Peter Münch vom 12. April 2018: Egal, zu welchem Hobby - viele Online-Foren bieten nach wie vor die Gelegenheit zum Austausch mit Gleichgesinnten. (Archivbild vom 10.11.2016/Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher.) Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++ FOTO: Franziska Gabbert / dpa-tmn
St. Wendel. Opfer der Sorglosigkeit im Umgang mit ihren eigenen persönlichen Daten ist im Landkreis St. Wendel in der zweiten Märzhälfte eine 48-jährige Frau um ein Haar geworden. Wie die Polizei jetzt mitteilt, erhielt die Frau über Facebook eine Freundschaftsanfrage eines Mannes, die sie auch angenommen hatte. In der folgenden über Tage hinweg dauernden Kommunikation über dieses soziale Netzwerk gelang es dem Mann, sich derart in das Vertrauen der Facebook-Nutzerin zu schleichen, dass die Frau schließlich persönliche Daten sowie vertrauliches Bildmaterial preisgab. Und gerade darauf hatte es dieser Mensch abgesehen. Unter dem Vorwand, Geld für die Behandlung seiner kranken Tochter zu benötigen, forderte er die Überweisung eines Geldbetrages per Western Union. Es handelt sich hier um einen weltweit tätigen Dienstleister für Geldtransfers. Ansonsten würde er das zuvor erhaltene belastende Bildmaterial veröffentlichen, drohte er Zum Beweis seiner Drohung sandte er tatsächlich ein belastendes Foto an eine Verwandte der Frau, den Kontakt hatte er vermutlich dem Facebook-Profil der Geschädigten entnommen. Die Geschädigte handelte im Anschluss instinktiv richtig, sie überwies kein Geld, brach jeglichen Kontakt zu der Täterseite ab und löschte sogar ihr Profil, berichtet die Polizei. Von Melanie Mai

Opfer der Sorglosigkeit im Umgang mit ihren persönlichen Daten ist im Landkreis St. Wendel in der zweiten Märzhälfte eine 48-jährige Frau um ein Haar geworden. Wie die Polizei jetzt mitteilt, erhielt die Frau über Facebook eine Freundschaftsanfrage eines Mannes, die sie auch angenommen hatte. In der folgenden – über Tage hinweg dauernden – Kommunikation über dieses soziale Netzwerk gelang es dem Mann, das Vertrauen der Facebook-Nutzerin derart zu erschleichen, dass die Frau schließlich persönliche Daten sowie vertrauliche Bilder preisgab.


Und gerade darauf hatte es dieser Betrüger abgesehen. Unter dem Vorwand, Geld für die Behandlung seiner kranken Tochter zu benötigen, forderte er die Überweisung eines Geldbetrages per Western Union. Es handelt sich hier um einen weltweit tätigen Dienstleister für Geldtransfers. Ansonsten würde er das zuvor erhaltene belastende Bildmaterial veröffentlichen, drohte er. Zum Beweis seiner Drohung sandte er  tatsächlich ein belastendes Foto an eine Verwandte der Frau, den Kontakt hatte er vermutlich dem Facebook-Profil der Geschädigten entnommen. Die Geschädigte handelte instinktiv richtig, sie überwies kein Geld, brach jeglichen Kontakt zu der Täterseite ab und löschte sogar ihr Profil, berichtet die Polizei.

Grundsätzlich rät die Polizei zur Vorsicht und zur Zurückhaltung bei der Weitergabe persönlicher Daten. Betrügereien und Erpressungen fangen – wie im vorliegenden Fall – immer harmlos mit einem kurzen Chat oder einer netten Mail eines Unbekannten an, so die Polizei weiter. Die Täter nutzten gefälschte Accounts und verpassten sich eine interessante, aber vertrauenswürdige Lebensgeschichte. „Und sie schaffen es, sich im täglichen Leben ihrer Opfer unverzichtbar zu machen und zwar ohne ein einziges persönliches Treffen.“ Notfälle und andere außergewöhnliche Schwierigkeiten dienten schließlich als Begründung für Geldforderungen. Im vorliegenden Fall führe die Spur der Täter übrigens in Richtung Westafrika, das vermutet die Polizei.