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Herbstmarkt
Im Keltendorf gab es viel zu sehen

Mitglieder der Hochwaldkelten schaufeln den Grubenbrand frei.
Mitglieder der Hochwaldkelten schaufeln den Grubenbrand frei. FOTO: Erich Brücker
Nonnweiler/Otzenhausen. Der Herbstmarkt lockte die Besucher in Scharen an. Und wer sich auf den Weg dorthin gemacht hatte, wurde nicht enttäuscht. Von Erich Brücker

Zum dritten Mal lockte ein Herbstmarkt im Keltendorf in Otzenhausen die Besucher in Scharen an. Sie wurden nicht enttäuscht. In und rundum die Holzhütten des Keltendorfes waren knapp 30 Marktstände aufgebaut. Altes Handwerk aus früherer Zeit konnte bestaunt werden, dazu wartete ein außergewöhnliches Warenangebot, das vorwiegend regionale Produkte und Köstlichkeiten, aber auch etliche Deko-Artikel sowie Bastelarbeiten vorhielt, auf seine Käufer. Für die kleinen Gäste gab es Mitmachangebote. „Mit dem Herbstmarkt beschließen wir die Saison im Keltendorf. In den nächsten Tagen wird die Anlage winterfest gemacht“, ließ Thomas Finkler, zuständiger Touristik-Mitarbeiter bei der Gemeindeverwaltung in Nonnweiler, wissen. Und die Zahlen von knapp 5000 Besuchern ließen Finkler mit der Zunge schnalzen. „Wir haben Strichlisten geführt, um eine möglichst genaue Zahl zu haben“, sagte der Leiter des Keltenparkes. Noch nie war der Herbstmarkt so gut besucht. Für die Organisation war sein Kollege Michael Koch verantwortlich. Und der hatte wiederum ganze Arbeit geleistet, bis die 30 örtlichen Anbieter einen ordentlichen Platz hatten. Der Obst- und Gartenbauverein Otzenhausen bot Edelbrände und Liköre an, die Kita Sonnenschein Kaffee und Kuchen, derweil es vom Imkerverein Nonnweiler unterschiedliche Honigprodukte gab. Besenbinder Karl Joachim aus Gonnesweiler fertigte Gebrauchs- und Zierbesen. Mitglieder der Eisenhütte Abentheuer zeigten die Kunst des Metallgießens. Wildwürste, Blumenkränze, Holzspielzeug, Glas- und Silberschmuck, Stricksachen und Decken von Alpakas, Kürbisse, Taschen, Kissen sowie Keramiksachen – die Liste der angebotenen Waren war groß.


Die Hochwald-Kelten vom Freundeskreis Keltischer Ringwall, denen das alte Handwerk der Kelten am Herzen liegt, hatten am Vortag Töpferarbeiten in eine Erdgrube eingebuddelt und mit Holzkohle über Nacht bis zum Nachmittag bis 800 Grad erhitzt. Nach der Abkühlung schaufelten die Vereinsmitglieder diesen Grubenbrand frei. Vereinsmitglied Doris Peter klärte die Zuschauer über dieses Handwerk auf.

Für Hans Jürgen und Klara Eiffler aus Nonnweiler ist der Besuch des Herbstmarktes geradezu ein Muss. „Für unseren Ort ist dieser Markt in diesem tollen Ambiente unserer Vorfahren ein echter Höhepunkt“, betonte Klara Eiffler. Das Ehepaar besuche diese Veranstaltungen im Keltenpark immer wieder gerne. Tobias und Eva Schneider aus Illingen wollten mit ihren zwei Sprösslingen schon immer mal an den Hunnenring. „Heute hat es endlich geklappt, und wir haben unseren Besuch nicht bereut. Hier ist alles durchaus faszinierend“, so die Meinung von Tobias Schneider.



Robert Brill und Anna Schirra hatten im Internet geblättert und sind dabei für ihren geplanten Sonntagsausflug auf den Herbstmarkt gestoßen. Mit Flöten, Seiteninstrumenten, Dudelsack und Trommeln spielte die Gruppe Pipes ‚n‘ Strings traditionelle Folkmusik und Werke des Mittelalters.

Der Besenbinder Karl Joachim Gonnesweiler betreibt sein Handwerk mit 
großer Leidenschaft.
Der Besenbinder Karl Joachim Gonnesweiler betreibt sein Handwerk mit großer Leidenschaft. FOTO: Erich Brücker