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Schule
Schüler können selbst Produkte fertigen

An verschiedenen Stationen können Schüler im neuen Kombiraum für Holz-, Metall- und Elektroarbeiten tätig werden. Neu sind auch die entsprechenden Maschinen an der Marpinger Schule.
An verschiedenen Stationen können Schüler im neuen Kombiraum für Holz-, Metall- und Elektroarbeiten tätig werden. Neu sind auch die entsprechenden Maschinen an der Marpinger Schule. FOTO: Steffen Schermer
Marpingen. Der neue Kombiraum für Holz-, Metall- und Elektroarbeiten an der Gemeinschaftsschule Marpingen ist nach langer Planung fertiggestellt. Von red

Mit Beginn des neuen Schuljahrs konnte sich die Gemeinschaftsschule Marpingen einen lang gehegten Wunsch erfüllen. Nach einem Jahr Planung ist der Kombiraum für Holz-, Metall- und Elektroarbeiten fertiggestellt und mit Maschinen bestückt, die den aktuellen Sicherheitsstandards genügen. Das berichtet jetzt die Schule. So gibt es nun fünf Arbeitsstationen für Schüler, die mit Standbohrmaschine, Dekupiersäge und Bandschleifer ausgerüstet sind.


Die Planung, die sich über ein Jahr hinzog, lag federführend in den Händen von Ingrid Marx vom Landkreis St. Wendel und Thomas Eckert, Lehrer für Arbeitslehre und Musik an der Gemeinschaftsschule. Er zeigt sich zufrieden mit der neuen Lösung: „Endlich können die Schüler selbst an Maschinen arbeiten, weil sie jetzt den von der Berufsgenossenschaft geforderten Sicherheitsstandards genügen.“ Vor allem das Werken mit Holz komme bei den Schülern gut an, egal, ob sie ein Saarlandpuzzle anfertigen, ein Auto, Boote oder auch Schachfiguren. Nun verfügt der Raum auch über Lötstationen, an denen die Schüler im Bereich Elektro Schaltungen anfertigen können.

Das Fach Arbeitslehre sei ein wichtiger Baustein im berufskundlichen Konzept der Schule, biete es doch einen lebenspraktischen Bezug und abwechslungsreiche Tätigkeiten in den Modulen Holz, Metall und Elektro, IT, Hauswirtschaft, Textil und Keramik.



Der neu aufgebaute Raum steht jetzt nicht nur den fünften und sechsten Klassen im Fach Arbeitslehre, sondern bis zur zehnten Klasse auch für den Unterricht im „Talentfach“ der Schule bereit. Darüber hinaus findet nun auch die Schülerfirma der Gemeinschaftsschule für die Herstellung ihrer schon seit einigen Jahren erfolgreich produzierten und vertriebenen Cajons geeignete Möglichkeiten. Eckert, der auch die Schülerfirma der Schule leitet, zeigt sich sehr erfreut: „Die Schüler haben jetzt so manche Erleichterung beim Bau der Cajons. Das ist auch gut so, denn zurzeit haben wir einige Aufträge abzuarbeiten.“

Die Einrichtung des Raumes, in die der Landkreis 130 000 Euro investiert hat, bringt der Gemeinschaftsschule noch einen weiteren Nutzen. Durch die Zusammenfassung des Holz- und Metallarbeitsbereichs in einem kombinierten Raum, wurde nun ein Raum frei, in dem die Schule einen zweiten Musiksaal eingerichtet hat, um den in den vergangenen Jahren im Musikbereich stark ausgeweiteten Aktivitäten auch räumlich entsprechen zu können.