Hasborns Kader nimmt Gestalt an

Schmidt fiebert dem Endspiel entgegen

Dieses Spiel elektrisiert die Massen: Saarlandliga- Spitzenreiter Primstal erwartet an diesem Sams- tag Verfolger Eppelborn. Es ist ein echtes Endspiel um den Titel. Für Pascal Schmidt ist das Duell sogar noch brisanter.

Nicht viele Fußballer müssen sich in ihrer Karriere einer solch pikanten Konstellation stellen: Mittelfeldspieler Pascal Schmidt trifft an diesem Samstag, 18 Uhr, beim Saisonfinale der Fußball-Saarlandliga mit Tabellenführer VfL Primstal (64 Punkte) auf den einzig verbliebenen Titelrivalen FV Eppelborn (63 Punkte). Und mehr noch: Er trifft dabei auch auf seinen neuen Verein.

"Dieses Finale ist schon seit Wochen in meinem Kopf präsent, weil mich jeder darauf angesprochen hat, dass es so kommen könnte", gibt der 25-jährige Mittelfeldspieler zu - und wirkt trotz der Brisanz erstaunlich entspannt. Eigentlich sei die Sache ja auch ganz simpel, sagt er. "Ich werde 100 Prozent für den VfL geben, um mit einem Sieg den perfekten Abschluss mit den Jungs und dem Verein zu feiern."

Einen schöneren Abschluss als die Meisterschaft und den Oberliga-Aufstieg könne es nach fünf perfekten Jahren beim VfL für ihn nicht geben. "Eppelborn ist für mich dann erst im Sommer relevant", sagt der Mittelfeldspieler. 97 Partien in der Saarlandliga hat er für den VfL in den vergangenen drei Jahren absolviert, damit gehört er zu den Stützen der Mannschaft. "Und lange konnte ich mir auch gar nicht vorstellen, Primstal mal zu verlassen", erzählt er.

Von Landesligist SV Grügelborn war er 2012 zum VfL gewechselt, stieg gleich in seiner Premieren-Saison in die Saarlandliga auf. "Ich kam als Unbekannter, meinem damaligen Trainer Lothar Pesch habe ich viel zu verdanken. Er hat mich geholt und immer aufgestellt", erinnert sich der aus Reitscheid stammende Student. Seitdem habe sich die Mannschaft enorm weiterentwickelt. "Mit den Möglichkeiten, die uns in Primstal zur Verfügung stehen, hat der Verein in den vergangenen Jahren mehr als das Optimale rausgeholt", meint Schmidt.

Ein Sieg im Endspiel gegen Eppelborn soll dem nun die Krone aufsetzen. "Es wird auf die Tagesform ankommen und darauf, wer besser mit dem Druck klarkommt. Es ist ja auch schon ein kleiner Unterschied, vor 2000 Zuschauern zu spielen", erwartet er einen offenen Schlagabtausch.

Während der Trainingswoche waren alle Abläufe wie sonst auch. "Trainer Andreas Caryot hat alles ganz normal weiterlaufen lassen und wollte das Spiel nicht höher hängen", berichtet Schmidt. Warum auch? Der VfL liegt auf gutem Kurs und ist im Jahre 2017 noch immer ungeschlagen. "Wir sind gefestigt, auch ein Rückstand bringt uns nicht aus dem Konzept. Der 3:2-Sieg beim SV Bübingen hat den Charakter der Mannschaft gezeigt", findet Schmidt.

Unmittelbar vor der Partie wird Steffen Haupenthal noch mit Musik aus der Konserve seine Mannschaftskollegen in der Kabine heiß machen, dann geht's raus. "Genau dem Moment haben alle seit Wochen entgegengefiebert, und wir werden dann alles in die Waagschale werfen", verspricht Schmidt vor seinem womöglich letzten Spiel. Sollte der VfL aber verlieren, würde sich sein Abschiedsspiel noch verschieben. Für den Zweitplatzierten der Saarlandliga steht dann am Mittwoch die Heimpartie in der Aufstiegsrunde gegen den Zweiten der Verbandsliga-Südwest (momentan der SC Idar-Oberstein) an. Dritter Bewerber ist der Zweite aus dem Rheinland (aktuell SF Eisbachtal).

Zum Thema:

Parken auf dem Kirmesplatz Primstal rückt am Samstag in den Fokus des Saar-Fußballs. "Wir rechnen damit, dass sehr viele Zuschauer kommen", sagt Alwin Arm, der Präsidiumssprecher des VfL Primstal. Der innerörtliche Verkehr wird von der Feuerwehr gelenkt. Allen Zuschauern, die von der Autobahn kommen, empfiehlt der Verein den Kirmesplatz (gegenüber des Café Mörsdorf) in der Hauptstraße als Parkplatz. Von dort dauert der Fußweg bis zum Sportplatz fünf Minuten.

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