1. Saarland
  2. St. Wendel
  3. St. Wendel

Es gibt viele Arten von „Ich liebe Dich“

Es gibt viele Arten von „Ich liebe Dich“

Heute ist Valentinstag. Verliebte machen sich Geschenke. Auch für Geschäfte ein Geschenk?

Der Tag der roten Herzen ist wieder da: Am Valentinstag schwören sich Paare rund um den Globus Treue, feiern die Wertschätzung ihrer gegenseitigen Liebe und beschenken sich mit romantischen Präsenten. Das haben wir als Anlass genommen, bei zufällig ausgewählten Geschäften oder Gaststätten nachzufragen, inwieweit der Tag der Verliebten bei ihnen besonders im Fokus steht.

Wenn es um eine Aufmerksamkeit für die Liebste geht, mögen viele an Blumen denken. Boomt da der Umsatz? Mazella Koch vom Blumenstudio Peter Merten in St. Wendel hat festgestellt, dass der Blumenverkauf zum Valentinstag in den vergangenen Jahren eher rückläufig sei. Das beträfe beispielsweise auch den Muttertag. Diese Erfahrung teilt Dieter Diefenthal, Inhaber der Gärtnerei "Blatt & Blüte" in Hasborn, nicht. "Der Valentinstag ist schon immer ein Blumentag gewesen", erklärt er. Wobei er anmerkt, dass der Verkauf an sich wegen des Tages der Liebenden nicht unbedingt anziehen würde. Die hohen Verkaufszahlen, über die immer berichtet werde, seien weltweit zu sehen, da der Valentinstag rund um den Globus gefeiert werde. Beliebt seien rote Rosen, Sträuße und beispielsweise Pflanzschalen in Herzform.

Das Symbol der Liebe spielt auch in der Bäckerei und Konditorei Müller in Freisen eine Rolle. So seien Marzipan-Ochsenaugen oder Muffins in Herzform gern gekaufte Geschenke. Gerade Muffins mit dem Schriftzug "Ich liebe Dich" seien aktuell der Renner. Weitere süße Mitbringsel seien Sand-, Frucht- oder Sahnekuchen - ebenfalls in Herzform. "Solche Tage haben schon etwas Besonderes", sagt Inhaber Volker Müller.

Exquisite Köstlichkeiten seien bei Bücher Bastuck in der St. Wendeler Dom-Galerie stark nachgefragt. "Liköre zum selbst Abfüllen werden gerne genommen", berichtet die Auszubildende Sarah Lerm. Ihr Tipp ist das "Elixir d'Amour", ein Likör mit Amarena-Geschmack. Da das Auge immer mitkauft, hat das Bastuck-Team die zum Valentinstag passenden Waren entsprechend präsentiert, zum Beispiel einen Thementisch für Frauen errichtet. Dort findet sich beispielsweise der Liebesroman "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes - ein Bestseller. Ein ausgefallenes Geschenk sei auch die wie Bruch-Schokolade aussehende "Art Chocolate", mit Erdbeer-Stücken verfeinert, oder vegane Schokolade mit Roter Beete und Kokosnuss.

Ein romantisches Dinner zu Zweit - auch das ist eine gute Möglichkeit, den Tag entsprechend zu feiern. Viele Restaurants im Landkreis St. Wendel sind darauf eingestellt. Valentinstags-Menüs gibt es beispielsweise im Oldenburger Hof in Selbach, in der Hostelerie Hubertus in Tholey oder in der St. Wendeler Felsenmühle sowie im Café Journal in St. Wendel. Neben dem Kulinarischen gibt es auch ein zum Anlass passendes Ambiente. Die Tische sind mit kleinen Herzchen und roten Kerzen dekoriert, berichtet beispielweise Elvira Kreutzer vom St. Wendeler Café Journal.

Kein spezielles Menü gibt es in diesem Jahr im Ferienpark am Bostalsee. "Das habe man mal angeboten, wurde aber leider nicht so angenommen wie erhofft", sagt General Managerin Esther Puma. Fein speisen könnten die Center-Parcs-Gäste aber trotzdem, klassisch am Büffet zum Beispiel. Dazu hat das Team die Tische "in der Farbe der Liebe" dekoriert, wie Esther Puma berichtet. Mit roten Rosenblättern und roten Herzen.

Was aktuell zum Valentinstag gerne gebucht werde, ist das Spezialangebot im Wellnesshaus 451, das von einer Kosmetikerin betrieben wird, so die Chefin.

Hier könne man bei einer Massage mit Rosen-Öl und Rosencreme-Packung oder bei einem Kakao-Peeling mit verwöhnender Schokoladen-Massage entspannen.

Zum Thema:

Die Geschichte des Tages der Liebenden Der Valentinstag geht auf einen oder mehrere christliche Märtyrer zurück. So lautet eine Überlieferung, dass Valentin von Terni im dritten Jahrhundert nach Christus trotz eines strikten Verbotes Liebespaare nach christlichem Ritus getraut haben soll. Als Engländer nach Amerika auswanderten, nahmen sie den Brauch mit dorthin. Nach dem Zweiten Weltkrieg wiederum führten US-Soldaten den Valentinstag in Deutschland ein.