Engpass Bahnhofsbrücke noch bis Ende Juni

Engpass Bahnhofsbrücke noch bis Ende Juni

Zurzeit werden Autofahrer in St. Wendel auf eine Geduldsprobe gestellt. In der Brühlstraße wird gebaut. Zudem an der nahen Brücke.

Blockierte Straßen und Trottoirs, dazu jede Menge Taubendreck von oben: Zwei Großprojekte in der St. Wendeler Innenstadt sorgen zurzeit insbesondere während der Verkehrsstoßzeiten für Staus. Und das auch, weil die beiden Baustellen dicht beieinander liegen.

Schon seit geraumer Zeit sind Arbeiter an der Eisenbahnbrücke nahe des Hauptbahnhofs beschäftigt. Gerüste blockieren abwechselnd Richtungsfahrbahnen. Seit einer Woche kommt die gegenüberliegende Brühlstraße hinzu. Während es hier bis Dezember zu Engpässen kommen wird, wenn alles nach Plan läuft, will die Deutsche Bahn (DB) mit ihrem Tochterunternehmen DB-Netz bereits Ende Juni mit der Brücke fertig sein.

Doch was geschieht an besagter Stelle? Wie eine DB-Sprecherin mitteilt, werde zurzeit der Beton des Bauwerks auf Vordermann gebracht. Gleichzeitig bekommt es einen Anstrich, der in Teilen bereits zu sehen ist. 45 Jahre nachdem die Brücke fertiggestellt worden ist, war sie nun recht sanierungsbedürftig. Dabei stellt sie ein wichtiges Verbindungsstück dar. Über sie verläuft die Schienenstrecke, die Regionalzüge der Nahestrecke zwischen Saarbrücken und Frankfurt/Main nutzen, somit insbesondere das St. Wendeler Land an den Fernverkehr anschließt, der im Rhein-Main-Gebiet startet. Die Bahn arbeite in der Kreisstadt sowohl mit dem Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) mit Sitz in Neunkirchen/Saar als auch mit den St.Wendeler Stadtwerken zusammen. Letztere seien dafür verantwortlich, die Laternen unter der Brücke zu erneuern. Und die Stadtverwaltung ist darüber hinaus noch in das Projekt eingespannt, wie die DB-Sprecherin ergänzt: Noch nisten Tauben auf den Absätzen zwischen Pfeiler und Bahntrasse. Das soll künftig verhindert werden, kündigt sie an. Darum kümmere sich die Stadt. Wie das Ganze aussehen soll, werde derweil abgestimmt. Unangenehm für Passanten: Unterhalb der Taubenplätze ist der Gehweg bislang von Vogelkot übersät. Darauf hatten auch SZ-Leser hingewiesen, denen es unangenehm war, unter der Brücke herzugehen. Das soll sich dadurch ändern, dass den Tieren ihre bisherige Rückzugsmöglichkeit unter der Brücke genommen wird.

Die Bahn veranschlagt die Kosten für ihre Arbeiten auf 200 000 Euro. Wesentlich höher kalkuliert die Stadtverwaltung, was den kompletten Umbau der Brühlstraße betrifft. 657 000 Euro sollen ausgegeben werden, teilt ein Sprecher im Rathaus mit. Unter anderem werden neue Rohre verlegt. Die Fahrbahn wird asphaltiert, die Bordsteine werden umgestaltet, ebenso die Parkplätze. Auch neue Straßenlaternen sind vorgesehen.

Das Projekt ist in drei Bauabschnitte aufgeteilt. Damit gehen auch unterschiedliche Termine einher, an denen die Straße gesperrt ist. Der Verkehr wird dann umgeleitet. Auch die angrenzende Mia-Münster-Straße ist davon betroffen. Mit den Arbeiten soll der gesamte Bereich aufgewertet werden. Geschäftsleute, Anwohner und Hausbesitzer hatten sich in den zurückliegenden Jahren in einem Projekt mit der Gestaltung beschäftigt. Darunter ging es um die Fassaden und darum, Leerstand zu beseitigen.

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