Dschungelbuch mal ohne Gemütlichkeit

St Wendel · Mit der Interpretation des Musicals Dschungelbuch um den Waisenjungen Mogli und seine tierischen Freunde traf das Theater Liberi voll ins Schwarze.

 Die Dschungelbuch-Inszenierung des Theater Liberi hat nichts mit der Walt-Disney-Version des Stoffes zu tun. Foto: B&K

Die Dschungelbuch-Inszenierung des Theater Liberi hat nichts mit der Walt-Disney-Version des Stoffes zu tun. Foto: B&K

Foto: B&K

Ausverkauft - das meldete das Theater Liberi schon vor Tagen. Am Freitagnachmittag sahen es dann die 700 Besucher, die gekommen waren: Der St. Wendeler Saalbau war voll. Überwiegend waren es Kinder, die mit Mama oder Papa gekommen waren. Sie alle wollten das Musical "Dschungelbuch" sehen.

Das Bochumer Theater Liberi bringt derzeit die Geschichte des Dschungelkindes Mogli auf die Bühnen Deutschlands. Es handelte sich um eine eigene Adaption des weltberühmten Kinderbuchklassikers von Rudyard Kipling. Diese hat nichts mit der Disney-Version zu tun. Was ein Kind beim Verlassen des Saalbaus zu der Bemerkung hinreißen ließ: "Die haben ja gar nicht "Probier's mal mit Gemütlichkeit" gesungen."

Aber auch ohne dieses Lied lohnte sich der Besuch des Musicals. Die Darsteller präsentierten in 120 Minuten eine unterhaltsame Geschichte mit einfachen, kindgerechten Liedern. Und mit einer immer wiederkehrenden Botschaft: Gut ist es, wenn man Freunde hat.

Dabei wurde auch das junge Publikum miteinbezogen. Die Kinder, zum großen Teil versorgt mit Popcorn, machten begeistert mit. Und natürlich standen sie Schlange, als direkt nach der Vorstellung die Darsteller bereitwillig Autogramme gaben. Besonders begehrt war neben Hauptdarsteller Ali Marcel Yildiz, der überzeugend den Mogli mimte, vor allem Gute-Laune-Bär Balu, gespielt von Orkan Sen. Auch wenn sein Parade-Lied nicht "Probier's mal mit Gemütlichkeit", sondern "Lach das Leben an" hieß. Und diese Lebensfreude brachte er perfekt rüber.