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Bauern- und Winzermarkt in St. Wendel kam gut an

Hochbetrieb beim Bauernmarkt : Tiere, Rosenkaffee und Schnaps für Hilf-Mit!

Etwa 18 000 Besucher kamen zum Bauern- und Winzermarkt nach St. Wendel. In der Mott und der Fußgängerzone gab es ein vielfältiges Angebot.

Die Begegnung mit Landwirten und regionalen Erzeugern war ein voller Erfolg. Die zum dritten Mal präsentierte Kombination aus Bauern-, Handwerker- und Winzermarkt löste einen Besucheransturm aus. Laut Stadt St. Wendel bummelten 18 000 Menschen am Markttag durch die Innenstadt. Und die bekamen ein vielfältiges Angebot zu sehen und zu probieren. „Wir haben 87 Händler und Aussteller, für uns ist das ein neuer Rekord. Wir haben uns von Jahr zu Jahr gesteigert“, freute sich die städtische Marktleiterin Leonie Paqué. Diesmal wurde zusätzlich die Balduinstraße zum Warenaustausch in das Marktgeschehen integriert. „Der Markt in St. Wendel ist sehr detailliert zusammengestellt und aufgebaut, das macht dann ein schönes Flair aus“, sagte Händler Harry Wertenbruch, der seinen Senf gleich in 85 Sorten anbot. Ob erntefrisches Obst und Gemüse, Fleisch und Wurst aus eigener Produktion, Landnudeln, Honig vom Imker, Käse, Marmeladen, Weine oder Liköre – Angebote zum Schlemmen gab es reichlich.

Wie wäre es zwischendurch mal mit einem Rosenkaffee? Den schenkte die Bexbacherin Annette Dörfert aus. „Die Rose kann man mit allen Sinnen genießen, etwa in Konfitüren, Tees und im Kaffee“, sagte Händlerin Dörfert. In der abwechslungsreichen Marktmeile wurden regionale und europäische Erzeugnisse wie Schaumbergstriegel, Käse aus Tirol, Plätzchen aus der Bretagne und Salami aus Katalonien nebeneinander angeboten. Am Ufer von Rhein, Mosel und Weser war hingegen der Treibholzkönig aus Schwarzenbach unterwegs, um angeschwemmtes Holz aufzulesen. „Zweimal das gleiche Holzstück gibt es ja nicht“, verdeutlichte Mario König, der mit dem Material dekorative Stehlampen und Teelichter fertigt. Dachdecker Dieter Weiland klopfte passgenau mit dem Hammer aus Naturschieferplatten Hausnummern und Herzchen. Der Freisener Peter Bur flocht eine überdimensionale Blume. „Das Handwerk hat mir mein Vater beigebracht, und es ist schön, dass man es den jüngeren Menschen noch zeigen kann“, sagte Korbflechter Bur.

Bei den selbst ernannten Schnapsdrosseln und Holzwürmern drehte sich das Schnapskarussell. Die Holzgruppe des St. Wendeler Lokalwarenmarktes präsentierte Raritäten, gefertigt aus dem Holz des Apfel- oder Birnbaums. Den passenden Schnaps dazu hatte das Winterbacher Brennerteam dabei. „Wir verbinden das Thema Holz mit dem edlen Tropfen“, erklärte Klaus Hubert von der Holzgruppe. Na dann prost. Gegen eine Spende von jeweils einem Euro für die Hilf-Mit-Aktion der Saarbrücker Zeitung konnten die Besucher die Obstschnäpse probieren.

Schnapsdrosseln und Holzwürmer: Alois Michel, Walter Scheid, Lothar Morgenstern und Klaus Hubert (von links). Foto: Frank Faber
Hilf-Mit-Aktions-Marke Foto: SZ/Bernhard Baltes

Eva Müller spann Schafwolle auf einem Spinnrad am Stand des Landesverbandes der Schaf- und Ziegenhalter. Tierisch ging es auf der Mott zu. Kritisch beäugte die Schleiereule Maja aus dem Freisener Naturwildpark das rundum animalische Treiben. Schrill schallte ein lautes Kikeriki aus den Schaukäfigen des Rassegeflügels, was die Esel mit stoischer Ruhe vernahmen. Einem Schaf ging es derweil an die Wolle. Schafscherer Peter Staab verpasste dem Vierbeiner einen saisonalen Fassonschnitt. „Da kommen zwischen sechs und sieben Kilogramm Wolle runter“, erläuterte Staab, während er das Schaf vom dickem Zottelfell befreite. Die Oldtimerfreunde aus Dörrenbach stellten Traktoren aus, und Kinder drehten auf Ponys ihre Runden.