Seit 60 Jahren züchtet Hans Haßdenteufel aus Steinberg-Deckenhardt Kaninchen

Portrait : „Ich bin immer noch mit Herzblut dabei“

Seit 60 Jahren züchtet Hans Haßdenteufel aus Steinberg-Deckenhardt Kaninchen. Sein Bruder begeisterte ihn für dieses Hobby.

Die Kaninchenzucht ist seine Leidenschaft. Und das seit genau 60 Jahren. Gemeint ist Hans Haßdenteufel. Der 85-Jährige aus Steinberg-Deckenhardt erinnert sich: „Zur Kaninchenzucht bin ich über meinen sechs Jahre älteren Bruder Alois gekommen, der 1958 den Kaninchenzuchtverein SR 143 Namborn wieder neu gründete, den Vorsitz übernahm und der mit den Rassen Helle Großsilber und Deutsche Großsilber sehr erfolgreich war.“ Er selbst sei seit dem 1. Juni 1959 Mitglied und Züchter beim Kaninchenzuchtverein SR 143 und züchte Kaninchen in verschiedenen Rassen und Farbenschlägen, um damit die Ausstellungen farbiger zu gestalten. „Die erste Ausstellung des Vereins nach dem Zweiten Weltkrieg im damaligen Saal Simon in Namborn habe ich mit meinen Lohkaninchen schwarz beschickt. Es waren  etwa 80 Kaninchen ausgestellt und unter anderem vom Preisrichter L’hoste aus Oberlinxweiler sehr gut bewertet worden“, erinnert sich Haßdenteufel..

Als herausragende Ereignisse blickt er gern auf eine Ausstellung zurück, bei der Schirmherr Justizminister Rainer Wicklmayr das anschließende Essen sehr lobte oder an die von Zuchtfreund Hermann Bäumler aus Güdesweiler organisierten Fahrten zur großen Zuchtanlage des Kaninchenzuchtvereins Bayreuth. Sofern die weiteren Ausstellungen des SR 143 im Saal Schnur in Steinberg-Deckenhardt stattfanden, war Hans Haßdenteufel über viele Jahre mit seiner Familie für die Tombola verantwortlich.

„Mit meinen weiteren Rassen Kleinsilber blau, Marburger Feh, Russenkaninchen, Kleinwidder weiß rotäugig und Zwergwidder thüringerfarbig habe ich viele Kreismeister- und Landesmeister-Titel errungen“, blickt Hans Haßdenteufel mit Stolz zurück. Außerdem wurde der passionierte Zuchtfreund mit der silbernen und goldenen Verbandsnadel ausgezeichnet. Auch wurde ihm in Anerkennung seiner besonderen Verdienste um die Kaninchenzucht und Vereinsarbeit 2010 der Ehrenbrief des Landesverbandes Rassenkaninchenzüchter Saar verliehen.

„Derzeit haben es mir die Schwarzgrannen angetan mit 15 Tieren im Stall. Ich bin immer noch mit viel Herzblut dabei und werde Kaninchen als ein schönes und naturnahes Hobby so lange wie möglich züchten. Dabei werde ich von meinem Enkel Nico Gisch unterstützt“, freut sich der in weiten Kreisen bekannte Kaninchenzüchter. Die Schwarzgrannen sind weiß und haben einzelne Haare (Grannen) in schwarz, deshalb der Name.

„Ich freue mich auch darüber, dass der SR 143 Namborn als ältester Kaninchenzuchtverein im Kreis St. Wendel derzeit im Jugendbereich gut aufgestellt ist und hoffentlich mit vielen Züchtern seinen 100. Geburtstag im Jahre 2020 feiern kann“, freut sich Hans Haßdenteufel aufs Jubiläum.

„Hans ist unser ältester Züchter und wohl einer der ältesten Kaninchenzüchter im Saarland. Neben seiner züchterischen Arbeit ist er immer zur Stelle wenn er gebraucht wird wie beispielsweise bei unseren Veranstaltungen. Unermüdlich und ohne viel Aufheben zu machen, setzt er sein handwerkliches Können ein und trägt so zum Gelingen bei“, lobt der Vorsitzende des Kaninchenzuchtvereins SR 143 Namborn, Franz-Josef-Therre.

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