Hallenfußball: VfL Primstal hat die Masters-Qualifikation so gut wie geschafft

Masters-Qualifikation : Primstal hat das Ticket so gut wie sicher

Zwei Jahre durften sie nur zuschauen, diesmal sind sie mit großer Wahrscheinlichkeit wieder dabei: Nach dem Sieg beim Qualifikationsturnier des FC Wadrill dürfen die Jungs des VfL Primstal mit den ersten Planungen fürs Masters beginnen.

Turnier des FC Wadrill:

Titelverteidiger VfL Primstal hat den LBS-Cup des FC Wadrill (40 WP) gewonnen – und damit mit großer Wahrscheinlichkeit die vierte Masters-Teilnahme der Vereinsgeschichte unter Dach und Fach gebracht. Primstal kann als Vierter der Masters-Wertung nur noch aus den Qualifikationsplätzen rutschen, wenn der VfL beim Turnier in Eppelborn keine Zähler holt und zudem nahezu alle hinter Primstal platzierten Teams optimal punkten – ein eher unwahrscheinliches Szenario.

Noch ein Rückkehrer: Oberligist FV Diefflen feierte den Sieg beim Turnier des SV Röchling Völklingen. Ähnlich wie Primstal war der Masters-Gewinner von 2015 und 2016 im vergangenen Jahr nur Zaungast beim Endturnier. Foto: Ruppenthal

„Wir würden uns sehr freuen, wieder beim Masters dabei zu sein“, sagt VfL-Offensivakteur Pascal Limke. „Auch wenn die Qualifikation noch nicht zu hundert Prozent sicher ist, müsste es ja jetzt sehr schlecht laufen, dass wir nicht dabei sind.“ Verdient hätte es Primstal allemal. „Wir haben von sieben Turnieren vier gewonnen, waren zwei Mal Zweiter und einmal Dritter“, rechnet Limke vor.

In der Waderner Herbert-Klein-Halle setzte sich der VfL im Finale mit 3:1 gegen Bezirksligist FC Noswendel Wadern II durch. Tobias Scherer brachte den Saarlandligisten mit 1:0 in Führung. Nach dem Ausgleich des Außenseiters sorgte Nils Kuckel für das umjubelte 2:1 zugunsten des VfL, ehe Jonas Breil mit dem 3:1 den Sack endgültig zumachte. „Wir wussten, dass wir unbedingt gewinnen müssen, wenn wir zum Masters wollen. Das war nicht einfach“, sagte Limke. „Nach einer schlechten Vorrunde haben wir uns dann aber am Finaltag gesteigert und am Ende verdient gewonnen.“

Vor dem Endspiel hatte der VfL im Halbfinale Rheinland-Ligist FSV Trier-Tarforst mit 4:2 bezwungen. Im Viertelfinale räumte das Team von Trainer Andreas Caryot den Lokalrivalen VfB Theley (Verbandsliga) mit 2:0 aus dem Weg.

Freude gab es nach der Endrunde auch beim gastgebenden Landesligisten SG Wadrill-Sitzerath, der mit Rang drei ein gutes Ergebnis einfuhr. Im „kleinen Finale“ gewann die SG mit 4:2 gegen Trier-Tarforst. Zu dem Turnier kamen 715 Zuschauer.

Turnier des SV Mettlach:

Beim Villeroy & Boch-Cup des SV Mettlach (50 WP) hat der gastgebende Saarlandligist seinen zweiten Turniersieg binnen sieben Tagen gefeiert. Nachdem die Blau-Weißen am Sonntag vor einer Woche das Turnier der Spvgg. Merzig gewonnen hatten, standen sie nun auch in der Mettlacher Sporthalle ganz oben auf dem Siegertreppchen. Im Finale gab es für das Team von Trainer Holger Klein einen klaren 5:1-Erfolg gegen Verbandsligist FC Noswendel Wadern.

Überraschend sicherte sich Bezirksliga-Tabellenführer FC Besseringen den dritten Platz. Der FCB setzte sich im Spiel um Platz drei mit 4:1 gegen Saarlandligist SF Rehlingen-Fremersdorf durch. Zuvor hatte Besseringen im Viertelfinale die Masters-Hoffnungen des Verbandsligisten SV Losheim zerstört. Losheim, Teilnehmer am Finalturnier 2018, blieb nach dem 2:4 gegen Besseringen in der Runde der letzten Acht ohne Punkte. Damit kann der SV in der Wertungstabelle nicht mehr auf einen Qualifikationsplatz klettern. „Die Enttäuschung darüber hält sich in Grenzen, weil wir nach dem Aus beim Turnier in Merzig wussten, dass es verdammt schwer wird“, erklärte Losheims Spielertrainer Nico Lalla. Zum Mettlacher Turnier kamen 450 Zuschauer.

Turnier des SV Hülzweiler:

Mit einer dicken Überraschung endete der Orthopädie-Altmeyer-Cup des SV Hülzweiler (48 WP). In der Schwalbacher Jahnsporthalle setzte sich Saarlandligist FV Schwalbach, der bislang noch keine Masters-Zähler hatte, mit 1:0 gegen Oberligist VfB Dillingen durch. Das „Goldene Tor“ erzielte Samed Karatas. Dillingen beseitigte aber trotz der Endspiel-Niederlage die letzten theoretischen Zweifel an der dritten Masters-Qualifikation in Folge.

Den dritten Platz beim SV-Turnier sicherte sich Verbandsligist SC Reisbach durch ein 4:0 im „kleinen Finale“ gegen die zweite Mannschaft der Gastgeber (Kreisliga). Hülzweiler II hatte zuvor im Viertelfinale die eigene erste Mannschaft (Landesliga) ausgeschaltet. Insgesamt sahen 800 Zuschauer das Turnier.

Turnier des SV Röchling Völklingen:

Nachdem der FV Diefflen 2018 die Qualifikation zum Masters verpasst hatte, ist der Oberligist 2019 wieder dabei. Das steht seit dem Sieg beim Ruhland-Kallenborn-Cup des SV Röchling Völklingen (60 WP) auch rein rechnerisch fest. In der Völklinger Hermann-Neuberger-Halle bezwang Diefflen zunächst im Halbfinale den gastgebenden Oberligisten mit 4:3. Im Endspiel gab es dann einen 5:3-Erfolg gegen den überraschend bis ins Finale vorgedrungenen Landesligisten SV Gersweiler. „Wir sind froh, dass der Deckel auf der Qualifikation drauf ist“, meinte FV-Spielertrainer Thomas Hofer. „Wir wollten unbedingt wieder beim Masters dabei sein.“

Gastgeber Röchling wurde durch ein 9:3 gegen den SV Hermann-Röchling-Höhe (Landesliga) immerhin noch Dritter. Insgesamt kamen an drei Tagen 1050 Zuschauer zum „Mammut-Turnier“ mit 33 Teams.

Turnier der AG Saarbrücker Vereine:

Bei der von der Arbeitsgemeinschaft Saarbrücker Vereine ausgerichteten Saarbrücker Hallenstadtmeisterschaft (37 WP) siegte Mit-Gastgeber FC Rastpfuhl. Der Saarlandligist hat damit weiter gute Chancen, sich fürs Masters zu qualifizieren. In der Sporthalle Brebach trumpfte der FC in den beiden entscheidenden Begegnungen groß auf. Im Halbfinale bezwang der Club mit dem SV Hellas Bildstock einen direkten Konkurrenten im Masters-Rennen mit 4:0. Im Finale wurde es noch deutlicher: Da fegte Rastpfuhl Verbandsligist FV Bischmisheim mit 6:0 vom Feld. Zuvor hatte sich der FC allerdings mit einer Art „Stallorder“ den Unmut der Konkurrenz zugezogen.

Im Viertelfinale lag der Saarlandligist gegen die eigene zweite Mannschaft mit 2:3 hinten. Doch kurz vor Schluss erlahmte der Widerstand der Reserve und die „Erste“ siegte noch mit 4:3. Platz drei ging an den SC Halberg Brebach II (6:1 gegen Bildstock). 700 Zuschauer sahen das Turnier.

Turnier des FC Kleinblittersdorf:

Mit einem Sieg beim Neujahrsturnier des FC Kleinblittersdorf (33 WP) hat Saarlandligist SV Auersmacher seine kleine Chance auf die Masters-Teilnahme gewahrt. In Kleinblittersdorf setzte sich der SV im Finale mit 2:0 gegen den bereits fürs Mastersfinale qualifizierten Ligakonkurrenten SC Halberg Brebach durch. Rang drei bei dem Turnier, zu dem 750 Zuschauer kamen, ging an den gastgebenden Landesligisten Kleinblittersdorf – dank eines 3:2 gegen Ligakonkurrent SC Bliesransbach.

Turnier DJK Ballweiler-Wecklingen:

Quasi mit dem Schlusspfiff hat Oliver Hinkelmann Oberligist Hertha Wiesbach zum Sieg beim „Volks-&-Raiffeisenbank-Saar-Pfalz-und-Famecha-Cup“ der DJK Ballweiler-Wecklingen (60 WP) in Blieskastel geschossen. Der Abwehrspieler traf im Endspiel gegen den Lokalrivalen FV Eppelborn (Saarlandliga) Sekunden vor der Schluss-Sirene zum 2:1 für die Hertha, die damit die Masters-Qualifikation so gut wie in der Tasche hat.

Saarlandligist SV Rohrbach verpasste dagegen durch Rang vier eine bessere Ausgangsposition im Rennen um die letzten freien Plätze. Der SV verlor im Halbfinale mit 1:2 gegen Eppelborn, dann im Spiel um Platz drei gegen den SV Bliesmengen-Bolchen (Verbandsliga) mit demselben Ergebnis. Mit 1200 Zuschauern war das DJK-Turnier das bestbesuchte am Wochenende.

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