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Bilanz: Müll erinnert an Maiwanderungen

Bilanz : Müll erinnert an Maiwanderungen

Bis in den frühen Abend haben überwiegend junge Leute am Bostalsee den 1. Mai gefeiert (wir berichteten). Geschätzt pilgerten über den Tag verteilt 6000 Jugendliche zum Naherholungsgebiet. Die Polizeiinspektion Nordsaarland war mit rund 30 Beamten im Einsatz. Und zwar nicht nur direkt am See sondern auch auf den Wegen dorthin. Wie Hans-Jürgen Kugel, Vize-Chef der Waderner Polizeiinspektion, berichtet, sei unterwegs achtlos Müll weggeworfen worden, auch zu Sachbeschädigungen sei es gekommen. Jene 1000 Besucher, die per Bahn anreisten, nahmen geballt die Route durch das Wohngebiet Ebert. Gerade hier zeigten die Beamten Präsenz.

„Die überwiegende Zahl der Besucher feierte friedlich bis in den frühen Abend“, lautet Kugels Fazit. Am späten Nachmittag sei es immer wieder zu kleinen Rangeleien und Provokationen verschiedener angetrunkener Gruppen gekommen. Die Polizei habe frühzeitig schlichten können. In drei Fällen allerdings kam es zu Körperverletzungen, einmal sogar zu gefährlicher Körperverletzung. Außerdem nahmen die Beamten eine Anzeigen wegen sexueller Nötigung eines männlichen Besuchers auf. Auch wurde einmal ein Hausfriedensbruch und eine Sachbeschädigung angezeigt.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) war zunächst mit einem Team von 15 Helfern am See vertreten. Fünf DRK’ler wurden nachgeordert, wie DRK-Einsatzleiter Axel Schwarz berichtet. Etwa 20 Einsätze hat er notiert. Meist ging es dabei um Schürfwunden und übermäßigen Alkoholkonsum. Letzteres rief im Fall von vier Jugendlichen zunächst das Jugendamt und schließlich auch die Eltern auf den Plan.

Vor dem Tag der Arbeit wird traditionell Hexennacht gefeiert. Auch hier hatten die Beamten der Polizeiinspektion einiges zu tun. So stellten sie beispielweise Verkehrsschilder wieder auf, die Unbekannte zuvor an der Baustelle auf der A 1 zwischen Braunshausen und Primstal umgeworfen hatten. In Eiweiler brachen Diebe den Opferstock einer Kapelle auf und klauten das Geld daraus. Die Polizei spricht in diesem Zusammenhang von einer „geringen Menge Bargeld“.