Saarlandliga „. . . nicht den Anschluss verlieren“

Schwalbach · Die Punkteausbeute des FV Schwalbach ist derzeit mager. Der Trainer hat mehrere Gründe ausgemacht.

 Jörg Schampel

Jörg Schampel

Foto: rup

Die Situation ist bescheiden, aber nicht hoffnungslos: Nach 11 von 34 Spielen in der Fußball-Saarlandliga liegt der FV Schwalbach auf dem letzten Tabellenplatz. Nur zwei Siege konnte der Aufsteiger bislang in der neuen Liga feiern. Neun Spiele verlor das Team von Trainer Jörg Schampel – zuletzt gab es am Freitag vor einer Woche eine 0:4-Niederlage beim VfL Primstal. Obwohl die Grün-Weißen Schlusslicht sind, ist aber zumindest der Kontakt zum rettenden Ufer noch nicht abgerissen. Einige Teams liegen noch in Schlagdistanz. Das soll auch so bleiben: „Wir dürfen bis zur Winterpause auf keinen Fall den Anschluss verlieren. Dafür benötigen wir noch drei Siege“, sagt FV-Trainer Jörg Schampel.

Die erste Möglichkeit, einen davon einzufahren, hat sein Team an diesem Sonntag. Dann spielt Schwalbach um 15 Uhr zu Hause gegen den Tabellen-Sechsten SC Friedrichs­thal. Der geht zwar als klarer Favorit in die Partie, aber Schampel sagt: „Zu Hause haben wir bislang viele gute Spiele gemacht. Warum sollten wir also nicht was holen?“

Aber warum läuft es überhaupt in dieser Saison beim Aufsteiger aus Schwalbach nicht wie gewünscht? Trainer Jörg Schampel hat dafür eine ganze Reihe von kleinen Faktoren ausgemacht, die dann zu einem großen Ganzen führen.

„In den letzten Wochen musste ich beispielsweise verletzungs- oder krankheitsbedingt jedes Spiel das Team auf mehreren Positionen umstellen“, berichtet der Übungsleiter.Besonders schlimm erwischt hat es dabei Dennis Burgard. Der Mittelfeldspieler zog sich beim 3:0-Heimsieg vor 14 Tagen gegen die FSG Ottweiler-Steinbach ohne gegnerische Einwirkung einen Kreuzbandriss zu. Dabei war Burgard gerade erst wieder von einer Verletzung am Kreuzband genesen. Für ihn ist die Saison damit vorzeitig beendet.

Auch Vize-Kapitän Jan von den Broch musste die letzten Wochen wegen einer Schambein-Entzündung zuschauen. Beim 24-Jährigen besteht aber zumindest die Chance auf eine baldige Rückkehr. „Ich hoffe, dass er nächste Woche wieder dabei sein kann“, sagt Schampel.

Von dem Broch ist einer von nur drei Spielern, die für den FV bislang in dieser Saison die Hütte getroffen haben. Er erzielte ein Tor bei der 1:2-Niederlage am ersten Spieltag beim SV Hasborn. Seitdem trafen nur Torjäger Yannik Nonnweiler (zehn Treffer) und Justin Mayan (vier). Alle anderen Akteure haben null Saisontreffer auf dem Konto. Dadurch ist der FV im Offensivspiel leicht auszurechnen.

Hinzu kommen noch Schwächen in der Defensive. „Wir machen viel zu viele individuelle Fehler“, stöhnt Schampel. Schon 29 Gegentreffer kassierte der Aufsteiger – das sind die meisten der Liga. Oft fehlt dem Übungsleiter auch ein Führungsspieler, der seine junge Mannschaft auf dem Feld mitreißt. In der vergangenen Runde, als der FV souverän Meister der Verbandsliga wurde, hatte diese Rolle Routinier Kai Kammer inne. Doch der hat seine Karriere vor dieser Saison beendet.

Trotz all dieser Baustellen will Schwalbach aber natürlich nicht jetzt schon die Flinte ins Korn werfen. „Wir werden weiter Gas geben“, kündigt Schampel an. „Wenn uns die angesprochenen drei Siege bis zur Winterpause gelingen und danach endlich einmal alle verletzten und kranken Spieler zurück sind, dann können wir den Ligaverbleib noch schaffen.“