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Die verrückte Handball-Welt des TuS

Die verrückte Handball-Welt des TuS

Der TuS Elm-Sprengen lehrt die Spitzenteams der Handball-Saarlandliga das Fürchten. Nach den Heim- siegen gegen Saarbrücken und Niederwürzbach knöpft sich der Abstiegs- kandidat nun Diefflen vor.

Die Fans des TuS Elm-Sprengen staunen derzeit nicht schlecht. Rational erklärbar sind die extremen Formschwankungen des Handball-Saarlandligisten kaum, und so fahren die Gedanken vor dem Heimspiel an diesem Samstag gegen den HC Dillingen-Diefflen (18 Uhr, Jahnsporthalle) Achterbahn. Geht es gegen einen Abstiegsrivalen, scheitern die Rabbits meist kläglich. Gegen die Top-Teams der Liga gewinnen sie. Verrückte Handball-Welt. "Wahrscheinlich ist das so, weil wir gegen die Favoriten befreit aufspielen und nichts zu verlieren haben", sinniert Raphael Schneider.

Die riesige Heimkulisse sieht der TuS-Spieler als weiteres Plus. Vor vollen Rängen, so scheint es, vergisst der Tabellenelfte seine missliche Lage und wächst über sich hinaus. Wie beim 22:20-Sieg gegen die HSG Nordsaar (Tabellenvierter) oder beim 26:23-Sieg gegen die HSG Saarbrücken. Dieses Spiel kostete dem Titelanwärter vor drei Wochen sogar die Tabellenführung. Am vergangenen Spieltag watschte der Favoritenschreck zu Hause nun auch den neuen Liga-Primus ab. Meister TV Niederwürzbach bekam eine 25:19-Packung. Somit fehlt dem Kellerkind in seiner Trophäensammlung nur noch die Nummer drei der Bestenliste. Und die schaut, wie es der Zufall will, nun zum Derby vorbei. Die Hüttenstädter sind gewarnt und erkennen die Leistung des Außenseiters an. "Die haben den Ersten und den Zweiten geschlagen. Respekt. Trotzdem versuchen wir, dem Spuk ein Ende zu machen", hofft HC-Trainer Patrick Grabenstätter und grinst.

Die TuS-Fans hoffen dagegen auf ein Déjà-vu: Favorit stöhnt, Außenseiter jubelt. So sah das Schlussbild am vergangenen Samstag aus, nachdem Sprengen den TVN von der Platte geputzt hatte. Die Gastgeber wollten für die 24:37-Klatsche im Hinspiel Revanche nehmen und stellten dies sofort klar. Angeführt von Spielmacher Tobias Jager ging Sprengen schnell mit 3:0 in Führung. Die Defensive um Abwehrchef Sebastian Saar ließ kaum Gegentore zu und "Vollstrecker" Adrian Cristescu langte mit acht Toren zu. So lag der Abstiegskandidat immer vorn, überstand kritische Unterzahl-Phasen und baute den Vorsprung kurz vor Schluss sogar aus. Nach dem zweiten "Knaller" binnen 14 Tagen belegen die Jungs von Trainer Marco Recktenwald nun Rang elf, der Abstand zur Abstiegszone beträgt aber nur einen Punkt.

Der HC Schmelz (6.) gewann zuletzt 19:16 gegen die HSG Dudweiler-Fischbach. An diesem Samstag (18 Uhr) tritt die Mannschaft bei der HSG Nordsaar (4.) an. Die HG Saarlouis II (7.) musste nach dem 32:22 bei Schlusslicht Ottweiler bereits am Freitag (nach Redaktionsschluss) zu Hause gegen den Tabellen-Vize Saarbrücken ran.

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Frauen der HG Saarlouis stehen im Pokalfinale Die Handballerinnen der HG Saarlouis haben sich für das Endturnier um den Saarlandpokal an Ostermontag in Saarbrücken qualifiziert. Der Spitzenreiter der Saarlandliga setzte sich zu Hause mit 21:16 (10:8) gegen Bezirksligist TV Merchweiler durch. In der Liga muss Saarlouis an diesem Samstag um 18 Uhr beim Tabellen-Neunten FSG Dirmingen-Schaumberg an. Der Vorletzte HC Schmelz schöpft nach dem 26:19-Heimsieg im Kellerduell gegen Schwarzerden neuen Mut, hat am Wochenende aber spielfrei.