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Radweg eröffnet
Schöne Strecke für die Radfahrer

 Jürgen Barke, Armin Emanuel, Werner Nauerz und Dr. Hanspeter Georgi (alle mit Scheren, von rechts) zerschneiden das Absperrband und übergeben den neuen Radweg offiziell seiner Bestimmung.
Jürgen Barke, Armin Emanuel, Werner Nauerz und Dr. Hanspeter Georgi (alle mit Scheren, von rechts) zerschneiden das Absperrband und übergeben den neuen Radweg offiziell seiner Bestimmung. FOTO: Dieter Lorig
Der „Radweg Dr. Hanspeter Georgi“ zwischen Schattertriesch und Limbach.

Schmelz/Limbach Nach knapp einem Jahr Bauzeit wurde der Radweg entlang der L 145 zwischen Schattertriesch und Limbach offiziell eröffnet. Mit der Bauausführung waren die Schmelzer Firma Dittgen und die Firma Backes aus Theley beauftragt. Das 1,2 Kilometer lange neue Teilstück des Primstal-Radweges Dr. Hanspeter Georgi kostete zwei Millionen Euro. Die Hälfte der Kosten finanziert das Wirtschaftsministerium aus Mitteln der Tourismusförderung. „Damit die Verkehrswende gelingt, müssen wir die Menschen wieder aufs Fahrrad bringen und gleichzeitig Sicherheit schaffen für die Radler“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke bei der Freigabe der neuen Strecke.


Zur Eröffnung des Radweges konnte der Schmelzer Bürgermeister Armin Emanuel über 100 Zuschauer und geladene Gäste begrüßen, darunter Lokal- und Landespolitiker, Vertreter der Baufirmen und des IBZ-Planungsbüros sowie Wirtschaftsminister a. D. Dr. Hanspeter Georgi, nach dem der Radweg benannt ist. „Wir mussten fast 30 Jahre lang politisch sehr dicke Bretter bohren, bis dieser Radweg endlich gebaut werden konnte“, sagte Bürgermeister Armin Emanuel. Das neue Teilstück sei ein wichtiger Baustein sowohl des Alltags- als auch touristischen Radwegenetzes zwischen Schmelz und dem Hochwald. Im Zuge des Radwegeausbaus wurde auch die Fahrbahndecke der L 145 zwischen Schattertriesch und Limbach erneuert.

Der Bau des Radweges war nicht unproblematisch. „Wir mussten Konfliktstellen beseitigen, darunter eine verkehrsgefährdende Engstelle im Kurvenbereich der Scharter Mühle“, sagte Barke. Aber auch eine große Ulme im Baubereich sei gerettet worden. Der neue Radweg, der auch für Fußgänger nutzbar ist, hat eine Breite von 2,75 Meter. Er ist mit einem 1,75 Meter breiten Grünstreifen von der viel befahrenen Landstraße abgegrenzt und bietet den Verkehrsteilnehmern nun deutlich mehr Sicherheit als vorher. „Mitglieder des örtlichen Radvereins haben mir bereits signalisiert, dass sie mit der Gestaltung des neuen Radweges sehr zufrieden sind“, freute sich Bürgermeister Emanuel. Begeistert sind auch Inge und Christian Hofmann aus Limbach: „Der neue Radweg ist klasse, jetzt können wir endlich mit unseren Zweirädern gefahrlos nach Schmelz zum Einkaufen fahren“.



„Wir planen 2020 den Bau eines etwa drei Kilometer langen Radweges teils auf der stillgelegten Bahntrasse zwischen Limbach und Büschfeld“, sagte Werner Nauerz, Leiter des Landesbetriebs für Straßenbau (LfS). Hierfür seien 730 000 Euro eingeplant. Bis 2020 sollen weitere Radwege gebaut werden, unter anderem von Schattertriesch bis zum Michelbacher Steinbruch und zwischen Büschfeld und Bardenbach auf der stillgelegten Eisenbahntrasse.

(DL)