| 21:48 Uhr

Radweg Schmelz-Limbach
Der Primstal-Radweg gewinnt an Länge

Startschuss für ein zwei Mio. Euro teures

Projekt: Bürgermeister Armin Emanuel (4. v. l.)

und Staatssekretär Jürgen Barke (6. v. l.) hatten

zum symbolischen Spatenstich für den

neuen Radweg zwischen Schmelz und Limbach

eingeladen.

5. v. l. Namensgeber Minister a. D. Hanspeter Georgi
Foto: Dieter Lorig
Startschuss für ein zwei Mio. Euro teures Projekt: Bürgermeister Armin Emanuel (4. v. l.) und Staatssekretär Jürgen Barke (6. v. l.) hatten zum symbolischen Spatenstich für den neuen Radweg zwischen Schmelz und Limbach eingeladen. 5. v. l. Namensgeber Minister a. D. Hanspeter Georgi Foto: Dieter Lorig FOTO: Dieter Lorig
Schmelz/Limbach . Zum symbolischen Spatenstich war auch Staatssekretär Jürgen Barke nach Schmelz gekommen. Hier soll jetzt ein Radweg entstehen. Von Dieter Lorig

Aufatmen nicht nur in Schmelz und Limbach! Seit über 30 Jahren ist der Bau eines Rad- und Gehweges entlang der L 145 zwischen Limbach und dem Schmelzer Ortsteil Schattertriesch im Gespräch. Jetzt ist es soweit. Ende Mai soll mit dem Bau begonnen werden. Bis Ende 2018 soll das 1,2 Kilometer lange neue Teilstück des Primstal-Radweges Dr. Hanspeter Georgi schon benutzbar sein.


Der Schmelzer Bürgermeister Armin Emanuel hatte zusammen mit Staatssekretär Jürgen Barke vom Wirtschaftsministerium zum symbolischen Spatenstich am Ortsausgang Schattertriesch eingeladen. 125 Zuschauer, darunter mehrere Landtagsabgeordnete, Vertreter von Ministerien und des Landesbetriebs für Straßenbau (LfS), kommunale Mandatsträger sowie interessierte Bürger waren der Einladung gefolgt. Mit dabei, Wirtschaftsminister a. D. und Namensgeber des Radweges Hanspeter Georgi. „Das ist das längste Projekt, das ich in meinem Job je begleitet habe, umso glücklicher bin ich, dessen Realisierung noch erleben zu können“, freute sich Bürgermeister Emanuel. Der Bau des Weges entschärfe die Verkehrssituation an einigen gefährlichen Stellen, bringe mehr Sicherheit für Radfahrer und sei touristisch von hoher Bedeutung.

„Wir bauen diesen Rad- und Gehweg für die Menschen in dieser Region“, sagte Staatssekretär Barke. Nach dessen Fertigstellung werde das nördliche Saarland sukzessive an das touristische Radwegenetz angebunden. Die Kosten für den Bau belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro. „Die Hälfte davon kommen aus Mitteln des Landes zur Tourismusförderung“, bestätigte Barke. Bauausführende Unternehmen sind die Firmen Dittgen (Schmelz) und Backes (Theley).



Werner Nauerz, stellvertretender Direktor des LfS, erläuterte die technischen Details: „Der neue Rad- und Fußgängerweg wird 2,75 Meter breit und mit einem Sicherheitsstreifen von 1,75 Meter von der Landstraße abgegrenzt.“ Zudem werde die Fahrbahn teilweise bis auf 7,50 Meter aufgeweitet, insbesondere in der engen Kurve im Bereich der Schatter Mühle, und neu asphaltiert. An der Auffahrt zum Auschet wird eine neue Bushaltestelle eingerichtet.

„Auf diesen Tag habe ich seit Jahrzehnten gewartet“, freute sich der Limbacher Ortsvorsteher Bernhard Zimmer über den Baubeginn. „Der neue Radweg wird eine absolute Bereicherung für die Gemeinde“, sagte Günter Huberty, Schmelzer Ortsvorsteher und Moutainbikefahrer. „Wir sind sehr froh, dass der Weg endlich gebaut wird“, gaben der Hüttersdorfer Rolf Kunde (78) und Franz Klesen (74) aus Limbach, beide ambitionierte Radfahrer, zu verstehen.

Während der Bauphase wird die L 143 zwischen Schmelz und Limbach über Monate voll gesperrt sein. Umleitungen werden über Nunkirchen und Gresaubach/Limbach eingerichtet. Radweg-Namensgeber Georgi regte an, das saarländische Radwegenetz mit Frankreich und Luxemburg zu verknüpfen. Das steigere die Attraktivität des grenzüberschreitenden Radtourismus. Nach 2020 soll das geplante Radweg-Teilstück von Schattertriesch bis zum Steinbruch Michelbach gebaut werden