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Für die Kultur, hat eine Mitarbeiterin aus Heusweiler geschrieben, dankeKonzert bringt Dynamik und Dramatik nach Schmelz

Für die Kultur, hat eine Mitarbeiterin aus Heusweiler geschrieben, dankeKonzert bringt Dynamik und Dramatik nach Schmelz

Schmelz. Dass das Collegium Cantorum Saar ein Chor der Meisterklasse ist, das hat er schon öfter bewiesen. Es kommt die Frage auf, ob irgendwann einmal der Punkt erreicht sein wird, an dem man sagen kann: "Sie haben sich nicht noch einmal gesteigert"

Schmelz. Dass das Collegium Cantorum Saar ein Chor der Meisterklasse ist, das hat er schon öfter bewiesen. Es kommt die Frage auf, ob irgendwann einmal der Punkt erreicht sein wird, an dem man sagen kann: "Sie haben sich nicht noch einmal gesteigert". Die Frage und auch ihre Antwort scheinen vermessen, so soll der Blick auf das letzte Konzert des Chors gerichtet werden, das am vergangenen Sonntag in der Pfarrkirche St. Marien Schmelz-Außen stattfand. Sonate in d-MollUnter Mitwirken des Orchesters Saarland-Sinfonietta und den Solisten Elisabeth Lieblang (Sopran), Michael Siemon (Tenor), Marion Wildegger (Alt), Bernd Brachmann (Bass) und Thomas Layes (Orgel) sang das Collegium Cantorum unter der Leitung von Dr. Wolfgang Maria Hoffmann Felix Mendelssohn-Bartholdys Sonate in d-Moll und Wolfgang Amadeus Mozarts "Ave Verum", "Tantum Ergo" und das Requiem KV 626. Mit ihrer Stimmgewalt und ihren gefühlvoll bis donnernden Ausdeutungen der genannten Werke verwandelten Chor, Solisten und Orchester die Pfarrkirche in einen Konzertsaal und jagten den Zuschauern die ein oder andere Gänsehaut über den Rücken. Es zeugt von Professionalität, wie punktgenau alle Mitwirkenden aufeinander abgestimmt alle musikalischen Parameter einhalten und ausführen. Sowohl in sphärischen Höhen als auch in den basisbildenden Tiefen, in spannungserzeugender Dynamik und vor allem in der einmaligen Dramatik (die zugegebenermaßen wohl eher auf die Kappe eines Herrn Mozart geht) bildeten sie eine schillernde Einheit. Es war beeindruckend, wie sehr sie es schafften, verschiedene Gemütszustände nicht bloß darzustellen, sondern sie gleichzeitig auch nachempfindbar zu machen und somit den Nerv der romantischen Kunstanschauung trafen.Für würdig erklärtUm die Anfangsfrage nun doch anmaßend zu beantworten: Auch ohne weitere Steigerung wäre es durchaus möglich, dass die alten Meister das gesamte Collegium Cantorum ihrer Werke für würdig erklärt hätten. amü