Erfolgreiche Tänzer: Dillinger Tänzer räumen richtig ab

Erfolgreiche Tänzer : Dillinger Tänzer räumen richtig ab

Die Formationen von Move On aus Dillingen waren in den vergangenen Wochen meisterlich unterwegs.

Mit gleich mehreren ersten Plätzen, darunter einigen Titelverteidigungen, sind die Tänzerinnen und Tänzer des Tanzstudios Move On Dillingen von den deutschen Meisterschaften im Hip-Hop aus Pforzheim zurückgekommen. Bereits vier Wochen zuvor konnten die Akteure bei den westdeutschen Titelkämpfen in Ratingen überzeugen, ein guter Grund also, um berechtigte Hoffnungen in den Bundesentscheid zu setzen.

Für Marc Lahutta, Inhaber und Tanzlehrer von Move On, das betont er gleich zu Beginn des Gesprächs, steht der Spaß am Tanzen im Vordergrund. „Ich sage den Kindern und Jugendlichen immer wieder, dass Gewinnen nicht alles ist. Sie sollen vor allem viel Spaß haben. Am Ende geht es doch nicht nur darum, welchen Platz man macht, sondern, ob man zufrieden mit sich und seiner Leistung ist und ob man Freude am Wettbewerb hatte“, betont er.

Mit zwei Reisebussen, erzählt Lahutta, ging es am frühen Morgen um 5 Uhr los in die Goldstadt zum Turnier, ausrichtetet von der United Dance Organisation (UDO), die sich auf Hip-Hop Streedance spezialisiert hat. Den Auftakt machten die Jungs und Mädchen der Formation „New Age“. Die Tänzer im Alter zwischen acht und zehn Jahren belegten nach ihrem zweiten Platz bei den westdeutschen Meisterschaften nun den vierten Rang. Ihre nur wenig älteren Tanzkollegen von „Level Up“, die in Ratingen als Sieger vom Parkett gingen, erreichten Platz sechs.

Aber nicht nur Formationen, auch zahlreiche Solisten, Duos und Kleingruppen gingen für Move On an den Start. So wurde Dilan Kraml etwa deutsche Meisterin in der Mittelstufe unter 16 Jahre, Carmen Hiry und Wiebke Kiefer siegten bei den Anfängern im Duo unter 18 Jahren. Ein ganz wichtiger Sieg in der höchsten Klasse im Duo ging ebenfalls nach Dillingen. Mit Jonas Krämer hat Marc Lahutta einen zuverlässigen und sehr talentierten Partner gefunden und wagte sich nach einem Jahr Pause auch wieder selbst auf die Fläche, belohnt wurde er mit einem Sieg. „Das war gar nicht so einfach, weil ich gemeinsam mit Verena Weiler die ganzen Kinder und Jugendlichen betreut habe. Da so viele Starter da waren, hatte der Veranstalter die Wettbewerbe zudem noch in zwei Sälen parallel durchgeführt“, erzählt er. Da war der erste Bus, der am Nachmittag nach Hause fuhr, ein kleiner Segen für den Tänzer Marc Lahutta.

Der ist stolz auf seine Tänzer, sucht aber auch nach neuen Talenten. „Aktuell können wir Nachwuchs in unseren Teams gebrauchen“, erklärt er. Der Zeitaufwand, das verschweigt der Trainer nicht, ist immens. „Unsere Formationen trainieren dreimal in der Woche, schon die Jüngsten stehen zwischen drei und fünf Stunden auf der Tanzfläche. Aber sonst kann man diese Erfolge nicht erzielen“, sagt er. Aktuell hat sich eine neue Formation gegründet, hier tanzen Kinder im Alter zwischen sechs und acht Jahren, einen Namen hat die Truppe noch nicht, Einsteiger sind willkommen. Einen Wermutstropfen hat das gute Abschneiden der Mitglieder allerdings auch. Viele von den Preisträgern haben sich für die Europa- und Weltmeisterschaft qualifiziert, „doch leider fehlen uns für solch einen Start in Kalkar oder Glasgow die Sponsoren.“