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Europa und ein Kochbuch

Bei Helma Kuhn-Theis informierten sich Harald Boßlet, Harald Hönig und Erna Boßlet in der Homburger Talstraße. Foto: Ministerium
Bei Helma Kuhn-Theis informierten sich Harald Boßlet, Harald Hönig und Erna Boßlet in der Homburger Talstraße. Foto: Ministerium FOTO: Ministerium
Auf das Thema Europa sind viele Leute nicht gut zu sprechen: Zu teuer, zu viel Bürokratie Helma Kuhn-Theiss (CDU), die Bevollmächtigte der Landesregierung für Europaangelegenheiten, tourt derzeit durchs Saarland, um für Europa zu werben. Gestern war sie in Homburg zu Gast. Wir stellten ihr ein paar Fragen.

Warum gehen Sie als Europapolitikerin auf Sommertour?

Kuhn-Theis: Ich weiß, dass Europapolitik ein sperriges Thema ist. Deshalb habe ich mir Gedanken gemacht, was man in meiner Funktion machen könnte, um die Bürger besser anzusprechen. In der Tat haben viele Europäer den Eindruck, dass Europapolitik hinter verschlossenen Bürotüren gemacht wird. Deshalb habe ich beschlossen, an den Markttagen saarländische Städte zu besuchen und über Europa zu sprechen.

Welche Meinung äußern denn die Bürger über Europa?

Kuhn-Theis: Eine eindeutige Ablehnung habe ich bisher noch nicht gehört. Aber die Bürger klaen über zu viel Bürokratie, zu viel Einmischung und Bevormundung, zum Beispiel bei der Glühbirnenverordnung. Auch finden sie, dass Deutschland zu viel zahlt. Allerdings verstehen die Saarländer sehr gut, wie wichtig ein vereintes Europa gerade für die Grenzregionen ist. So finden es alle prima, dass sie problemlos die Grenze passieren können.

Was tun Sie, um die Bürger für Europa einzunehmen?

Kuhn-Theis: Ich versuche, in aller Sachlichkeit zu erklären, dass Deutschland nicht nur zahlt, sondern auch sehr von Europa profitiert. Uns geht es in Deutschland doch nicht schlechter, seit wir einem vereinten Europa angehören.

Was interessierte die Leute in Homburg am meisten?

Kuhn-Theis: Unser kostenloses kleines Kochbuch mit den Rezepten aus Deutschland und Frankreich, das wir anlässlich des Jubiläums des Elysée-Vertrages herausgegeben haben.