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Damit die Kinder das Notwendigste bekommen

Püttlingen. Statt eines Warentransportes gab es eine Geldspende als Soforthilfe. Waisenhäusern und benachteiligten Kindern und Jugendlichen hat die Püttlinger Hilfsorganisation „Rumänien direkt“ 9000 Euro gespendet. Von SZ-MitarbeiterinRuth Rousselange

Die Hilfsorganisation "Rumänien direkt" aus Püttlingen unterstützt Einrichtungen wie Waisenhäuser in Rumänien und hat dazu Hilfsgüter meist direkt ins Land gebracht. Das ist aber nun schon einige Zeit nicht mehr der Fall,weil die Voraussetzungen in Püttlingen nicht mehr gegeben seien.

"Das hat verschiedene Gründe", erklärt Ernst Schmitt, der Gründer und Ehrenvorsitzende von ‚Rumänien direkt', "wir haben nicht mehr das Personal, und außerdem wurden die Transporte zu teuer." Je nach Größe des Hilfsgütertransportes, die man in der Vergangenheit mit Fahrzeugen des THW nach Rumänien gebracht habe, seien Kosten von 6000 bis 8000 Euro entstanden. "Teils fuhren wir mit bis zu zwölf Lkws" erinnert sich Schmitt. Auch seien immer viele Leute notwendig gewesen, etwa um die Sachen einzusammeln oder in Pakete zu packen. Um Kosten zu sparen, habe man sich nun entschieden, 9000 Euro direkt vor Ort zu übergeben. Ein Geldbetrag, der durch Sommer- und Oktoberfeste zusammenkam. Auf Beschluss des Vorstandes überreichte der Ehrenvorsitzende im Rathaus von Hermannstadt einen Scheck. Hierbei waren sowohl offizielle Vertreter der Verwaltung, der Politik,Vereinsvertreter, Heiminsassen und Pressevertreter anwesend. 6500 Euro gingen an zwei Waisenhäuser in Hermannstadt, 2500 Euro spendete "Rumänien direkt" für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Bei der Übergabe brachte Schmitt zum Ausdruck, dass bei dem dringenden Bedarf in den verschiedenen Einrichtungen die Spende nur ein Tropfen auf den heißen Stein sei. Die Vizebürgermeisterin versicherte daraufhin, die mitgebrachte Spende sei für die Kinder und Jugendlichen nicht gering und bedankte sich für die Hilfe. Kaufe man von der Geldspende notwendige Güter direkt in Rumänien ein, statt Waren von hier aus in das Land zu transportieren, diene das ja auch der dortigen Wirtschaft, erläutert Ernst Schmitt. Oft erhielten Einrichtungen wie Waisenhäuser sonst keinerlei finanzielle Unterstützung.

Ernst Schmitt hat sich bei seinem Aufenthalt die entsprechenden Einrichtungen persönlich angesehen. In der nächsten Mitgliederversammlung wird Schmitt über weitere Details berichten.