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Bürgermedaille für einen Tausendsassa

Gerd Schemer zu Hause bei seiner Lektüre. Foto: Elmar Müller
Gerd Schemer zu Hause bei seiner Lektüre. Foto: Elmar Müller
Sulzbach. Er ist ein Macher, einer der sich schon immer und immer noch ehrenamtlich engagiert. Und nicht nur weil es ihm, wie er selbst sagt, "Spaß macht". Für ihn ist ehrenamtliches Engagement eine Selbstverständlichkeit. "Ich war schon engagiert, da hatte die Politik das Ehrenamt noch nicht für sich entdeckt", erklärt er lächelnd

Sulzbach. Er ist ein Macher, einer der sich schon immer und immer noch ehrenamtlich engagiert. Und nicht nur weil es ihm, wie er selbst sagt, "Spaß macht". Für ihn ist ehrenamtliches Engagement eine Selbstverständlichkeit. "Ich war schon engagiert, da hatte die Politik das Ehrenamt noch nicht für sich entdeckt", erklärt er lächelnd. Diese Selbstverständlichkeit des persönlichen Engagements, ohne etwas dafür zu erwarteten, liegt auch in seiner christlichen Erziehung begründet. Die Rede ist von Gerd Schemer. Der 71-Jährige ist in Sulzbach bekannt "wie ein bunter Hund". An diesem Sonntag erhält Schemer bei einer Feierstunde in der Aula die Bürgermedaille der Stadt. Bürgermeister Hans-Werner Zimmer wird sie ihm verleihen. Auf Wunsch von Schemer gestalten die Chorgemeinschaft Concordia und die Garde der Karnevalsgesellschaft Ka-Ju-Ka Hühnerfeld das Programm. Klar freue er sich über diese Auszeichnung und er nehme sie auch sehr gerne entgegen, sagt er. Als junger Bub war Gerd Schemer Messdiener, dann auch Pfadfinder. Schließlich trat er in die Kolpingfamilie ein. Als 1957 die DJK Sulzbach wiedergegründet wurde, war Schemer dabei. Zunächst als Sportwart, später als Chef der Fußballabteilung. 1963 wurde Gerd Schemer Filialeiter der damaligen Volksbank Sulzbach (heute Volksbank Dudweiler) in Hühnerfeld. "Und hier wurde ich vom Fastnachtsvirus infiziert", blickt er zurück. Anfangs war Gerd Schemer Büttenredner, später dann Sitzungspräsident der Ka-Ju-Ka. Bis 2005 hatte er dieses Amt inne. Dem Vereine steht er heute noch mit Rat und Tat zur Seite. Viele Jahre war der heute 71-Jährige Vorsitzender des Verkehrs- und Heimatvereins, hatte unter anderem die Idee für das Salzbrunnenfest. Schemer stand auch beim Sulzbacher Stadtkabarett auf der Bühne und war maßgeblich an den Vorbereitungen der 650-Jahr-Feier von Sulzbach beteiligt. 2002 ging Gerd Schemer als Prokurist und Marketingleiter der Volksbank Sulzbach in den Ruhestand. "Seither lasse ich es etwas ruhiger angehen", sagt er. Ab und zu ist er noch als Planer und Moderator von Veranstaltungen tätig. Und er ist noch im Vorstand der Verkehrswacht Sulzbach/Fischbachtal und Vorsitzender des Fördervereins der Feuerwehr Sulzbach. Gerd Schemer liest gerne - zurzeit den historischen Roman "Die Tore der Welt" von Ken Follett - und unternimmt oft Fahrradtouren mit Ehefrau Renate. Auch seinem größten Hobby will er noch lange treu bleiben: "Den FC Saarbrücke gucke gehn". ll "In Hühnerfeld wurde ich vom Fastnachtsvirus infiziert."Gerd Schemer