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Tanzen
„Feeling“ tanzt um Aufstieg in die Bundesliga

„Feeling“ hat doppelt Vereinsgeschichte geschrieben: Erstmals gewann eine Gruppe des TV Rußhütte ein Turnier in der zweiten Liga. Und zum ersten Mal nimmt eine Formation des Vereins an einer deutschen Meisterschaft teil.
„Feeling“ hat doppelt Vereinsgeschichte geschrieben: Erstmals gewann eine Gruppe des TV Rußhütte ein Turnier in der zweiten Liga. Und zum ersten Mal nimmt eine Formation des Vereins an einer deutschen Meisterschaft teil. FOTO: Oliver Morguet
Rußhütte. Die Formation des TV Rußbütte hat sich in der zweiten Jazz- und Moderndance-Bundesliga durch Tabellenplatz drei für die deutschen Meisterschaften an diesem Samstag in Hamburg qualifiziert. Von Oliver Morguet

„Ende gut, alles gut.“ So könnte man die Saison der Formation „Feeling“ vom TV Rußhütte in der zweiten Bundesliga Süd-Ost im Jazz- und Moderndance auf den Punkt bringen. Die Tänzerinnen und ihre Trainerin Raphaela Schillo waren durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen. Überraschend gewann die Formation das Saisonauftaktturnier im Februar in Bürstadt. Im April folgte die Ernüchterung: „Feeling“ belegte in der Zwischenrunde mit drei anderen Mannschaften den geteilten fünften bis achten Rang und fiel auf Tabellenplatz vier zurück. Im Mai eroberte die Formation des TV Rußhütte Tabellenplatz drei zurück. Der berechtigt zur Teilnahme an der deutschen Meisterschaft, bei der es in der Relegation um den Aufstieg in die Bundesliga geht. Den Platz galt es beim Saisonabschluss in Großostheim bei Aschaffenburg zu verteidigen. Am Ende reichte dort Rang vier – und „Feeling“ war für Hamburg qualifiziert.


Bei der deutschen Meisterschaft, die an diesem Samstag, 16. Juni, in der CU-Arena stattfindet, hat „Feeling“ die Chance, in die Bundesliga aufzusteigen. Die Zweit- und Drittplatzierten der beiden zweiten Ligen sowie Mannschaften, die die Plätze sieben und acht in der Bundesliga belegten, tanzen in der Relegation um zwei freie Plätze im deutschen Oberhaus. Die weiteren Relegationsteilnehmer: „Flic-Flac“ (Wuppertal) und „Jazzy Flames“ (Cottbus) aus der zweiten Liga Nord/Ost/West, „Galao“ (Großostheim) aus dem Gebiet Süd-Ost sowie „performance“ (Saarlouis) und „Fearless“ (Wolfsburg) aus der ersten Liga.

„Wir sind die erste Formation des TV Rußhütte, die ein Turnier der zweiten Bundesliga gewonnen hat und die an einer deutschen Meisterschaft teilnimmt. Das macht uns natürlich riesig stolz“, freute sich Trainerin Raphaela Schillo: „Damit schreiben wir doppelt Vereinsgeschichte.“ Eine Zielvorgabe will sie nicht ausgeben: „Die Tänzerinnen sollen die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft als Lohn für die harte Arbeit verstehen und es einfach genießen, noch einmal mit den besten Teams auf der Fläche stehen zu dürfen.“



Das Stück, welches „Feeling“ zeigt, ist eine Koproduktion mit dem Kölner Claus Caspari. Es basiert auf dem Thema „Atmen“. Diese Grundidee Schillos wurde ausgebaut und spiegelt sich unter anderem auch in bewussten Atemgeräuschen der Tänzerinnen wider. Zum Kader des TV Rußhütte gehören 17 Tänzerinnen im Alter zwischen 19 und 29 Jahren. „Obwohl viele meiner Tänzerinnen berufstätig sind und im Schichtdienst arbeiten oder durch ihr Referendariat stark gefordert waren, lief die Vorbereitung nahezu optimal“, erklärte Schillo mit Blick auf die Vorbeteitung auf die Saison, die dann erfolgreich verlief. Die Trainerin ergänzte: „Meinen Mädels gebührt für ihr Engagement, alles zu geben und viel zu opfern, ein dickes Dankeschön. Aber sie machen das, weil sie alle das Tanzen lieben.“