20 Lieder aus zwei Jahrzehnten

Er ist längst aus vielen Gottesdiensten und anderen Auftritten nicht mehr wegzudenken: 1993 wurde zur Firmung der Jugendchor St. Josef gegründet. In der Pfarrkirche St. Josef gab's jetzt ein „Best off“-Konzert aus zwei Jahrzehnten.

Manchmal kann im Leben aus einem Projekt auch etwas Dauerhaftes werden. So war es auch mit dem Jugendchor "St. Josef" Ballweiler. 1993 wurde er für die damalige Firmung gegründet. Seither ist er aus vielen Gottesdiensten der Pfarrkirche St. Josef und bei anderen Auftritten kaum wegzudenken. Mit einem "Best of"-Konzert am Abend des Fronleichnamstages wurde nun an einer Stätte das Jubiläum gewürdigt, an der alles begann: In der Pfarrkirche St. Josef selbst. Chorleiter Christoph Nicklaus hatte für den vergangenen Donnerstag die 20 beliebtesten Lieder aus zwei Jahrzehnten Jugendchor zusammengestellt und begleitete seine Schützlinge am Keyboard.

Unterstützung erfuhren die Sänger außerdem durch Frank Hahnhaußen (Schlagzeug), Heike Scholz (E-Piano) und Ilka Wirth (Oboe). Erfrischend neben der Auswahl der Lieder war durchweg auch die Moderation der Jugendlichen, bei der sie sich abwechselten. Kurzweiliger und informativer können Überleitungen zwischen den einzelnen Programmpunkten nicht sein. Trotz zahlreicher Poptitel betont die Gesangsgruppe auch durch die Auswahl ihrer Stücke ihre Herkunft. Gleich zu Beginn bei "Here we are" verwiesen die Sänger darauf: "Wir sind gekommen, um unseren Glauben zu leben", bekannten sie. Das Motto des Weltjugendtages war perfekte Grundlage für "You are my all in all".

Ein Gospel, welcher mit zwei Melodien abwechselnd gesungen wird, die sich dann miteinander verweben. Hier sorgten vor allem die beiden männlichen Stimmen von Sebastian Keßler und Chorleiter Nicklaus für das besondere Timbre. Beim Klaus Hoffmann-Klassiker "Jedes Kind braucht einen Engel" sprang der Funke bei den Konzertbesuchern zügig über. Spätestens bei "Tausend Jahre wie ein Tag", dem Credo-Rap als Glaubensbekenntnis, zeigte sich der Chor wieder mal in Höchstform. Die moderne Fassung des traditionellen Mariengesanges Salve Regina, nämlich "Hail Holy Queen" aus dem Film "Sister Act", schien genau das zu sein, worauf die Konzertbesucher gewartet hatten. Sie klatschten mit.

Der Bette Middler-Song "The Rose" sorgte dann wieder für den richtigen Gänsehautfaktor. Das war beim Sting-Klassiker "Fields of gold" kein bisschen anders. Und dann das Ungewöhnliche zum Jubiläum: Bei "We are the World" waren die Ehemaligen nach vorne gekommen und sangen wieder mit, nachdem sich die Solostimmen vorgestellt hatten. Stehende Ovationen und eine Zugabe. Was will man mehr?

Mitwirkende: Emma Kempf, Silja Jung, Viktoria Schiel, Franziska Schiel, Carolin Ames, Sophia Klahm, Gloria Rebmann, Annika Wagner, Carina Welsch, Johanna Nicklaus, Marion Grell und Sebastian Keßler.