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Hotel: Ein neues Viersterne-Haus am See

Hotel : Ein neues Viersterne-Haus am See

Hotelier und Unternehmer Peter Trösch hat sich mit der Eröffnung des „Peters Hotel und Spa“ am Jägersburger Weiher einen Jugendtraum erfüllt. Eine nagelneue Spa-Anlage auf dem Dach mit Seeblick gehört auch dazu.

Noch fehlt dem Außenbereich der letzte Feinschliff. Doch schon jetzt hat das neue Hotel von Peter Trösch in Jägersburg seine Pforten geöffnet, passend zum Start der Urlaubssaison.

Am Mittwoch gab‘s die offizielle Eröffnung, mit dabei auch die stellvertretende Saar-Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind und natürlich Jägersburgs Ortsvorsteher Jürgen Schäfer. 

Allen vieren mangelte es nicht an bedeutungsvollen Sätzen, um das zu würdigen, was da am Jägersburger Brückweiher nach Jahren der Planung und des Baus entstanden ist: Ein Vier-Sterne-Hotel mit bester Seelage. Am emotionalsten verdeutlichte Investor Peter Trösch seine Gefühlslage. „Für mich ist hier ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich bin aus Jägersburg, bin hier groß geworden, habe an den Weihern meine Kindheit verbracht.“

Und schon damals, erinnerte sich Trösch vor den zahlreichen Gästen der Eröffnung, habe er sich eben dort an den Weihern „etwas Besonderes“ vorgestellt. Im Jahr 2014 habe er dann mit dem Kauf des Alten Bootshauses den Grundstein für die Verwirklichung seines Traumes gelegt. Zwei Jahre habe man dann das Hotel geplant, danach gebaut. „Ich glaube, wir können jetzt alle zufrieden sein. Wir bringen Jägersburg, Homburg und die Saarpfalz nach vorne.“

Mit dem Hotelbau habe man nicht gekleckert, „wir wollten etwas Besonderes schaffen“. Dies habe man erreicht, dies sei auch die Rückmeldung der ersten Gäste gewesen, so Trösch. Aus Sicht der auch für den Tourismus zuständigen Ministerin ordnete Anke Rehlinger das neue Angebot am Jägersburger Brückweiher in einen saarlandweiten Kontext ein: Der Tourismus als Wirtschaftsfaktor der Zukunft für das Bundesland.

Dabei, da war sich Rehlinger sicher, habe Trösch mit seiner Entscheidung, sein Hotel im Vier-Sterne-Bereich anzusiedeln, die richtige Entscheidung getroffen. „Unsere Erfahrungen im Saarland zeigen in der Tat, dass man eine klare Zielgruppe hat, wenn man auf ein durchaus hochpreisiges Segment setzt. Das funktioniert.“ Mit dem neuen Hotel von Peter Trösch habe man, so Rehlinger, ein weiteres Vorzeigeobjekt im Saarland.

Dabei sei privates Investment wie das von Trösch das beste Zeichen dafür, dass man inzwischen erfolgreich geworden sei mit dem Tourismus im Saarland. Sie sei sich sicher, verdeutlichte Rehlinger, dass das Saarland inzwischen ein richtiges Tourismus-Land sei, „mit unserem Angebot in Kombination mit Naturtourismus und Kulinarik.“

Damit werde die Tourismusstratgie des Saarlandes umgesetzt – allerdings eben nicht um jeden Preis, sondern über Qualitätsschritte, um so die Übernachtungszahlen im Saarland weiter zu steigern. Insgesamt helfe der Tourismus mit Hotelerie und Gastronomie der wirtschaftlichen Situation des Saarlandes, zwischenzeit hätten 33 000 Menschen in diesem Segment einen Arbeitsplatz. Hier leiste auch das neue Hotel in Jägersburg mit seinen 23 Dauerarbeitsplätzen nun seinen Beitrag.

Aus Sicht der Homburger Stadtverwaltung sprach erwartungsgemäß auch Homburgs Oberbürgermeister nur positiv über das Investment von Peter Trösch. Schneidewind betonte auch, wie schon zuvor Anke Rehlinger, dass solche Projekte wichtig seien, um den Strukturwandel zu bewältigen, hier müsse sich auch der Industriestandort Homburg breiter aufstellen. „Deswegen wollen wir im Tourismusbereich mehr machen.“ Schneidewind gestand auch ein, dass die Stadtverwaltung in Sachen Weiterentwicklung des Naherholungsgebietes in der Schuld stehe.

So werde man, auch mit erhoffter Unterstützung des Landes, daran gehen, die Parkplatz-Situation an den Weihern zu verbessern. Dabei sei, das betonte Schneidewind, nicht das neue Hotel Auslöser für dieses Unterfangen, schon vor dessen Eröffnung habe sich die Parkplatzsituation an klassischen Ausflugstagen an den Weihern mitunter als gefährlich erwiesen. „Da haben wir Handlungsbedarf.“ Schneidewind machte aber auch klar, dass eine Entspannung der Parkplatz-Situation nicht von Heute auf Morgen zu verwirklichen sei, mit ein bis zwei Jahren müsse man bei der Umsetzung schon rechnen.

Auch Jägersburgs Ortsvorsteher Jürgen Schäfer mahnte an, dringend neue Parkplätze zu schaffen, „weil der Tourismus in Jägersburg immer stärker wird“. Und mit einem Grinsen im Gesicht versprach Schäfer dann Peter Trösch: „Ich werde dem Oberbürgermeister immer wieder auf die Schulter klopfen und ihm sagen, dass hier in Jägersburg die Musik spielt.“ Bleibt noch zu wissen, was das neue Hotel in Jägersburg am Ende unterm Strick wirklich gekostet hat. Ursprünglich war die Bausumme mal mit 5,5 Millionen Euro genannt worden.

Eine genaue Zahl mochte Trösch am Mittwoch nicht nennen, formulierte seine Antwort mit einem Grinsen so: „Weit übers Ziel hinaus, eine hohe einstellige Millionensumme.“

Dafür gibt’s nun am Jägersburger Brückweiher 31 Hotelzimmer, davon 3 Juniorsuiten, 188 Quadratmeter teilbare Veranstaltungsfläche, 92 Sitzplätze im Restaurant, 80 Sitzplätze auf der Terrasse, ein Bar mit Blick über den See, eine Dachterrasse mit 200 Quadratmetern, einen beheizten Pool auf der Dachterrasse, zwei Panorama-Saunen und einen Spa- Bereich mit Massage und Kosmetikanwendungen.