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700 Besucher lauschen Bexbacher Adventsmusik

700 Besucher lauschen Bexbacher Adventsmusik

Mit traditionellen und neuzeitlichen Lieder haben der Schubert-Chor und die Hofgassler-Alphornbläser ihr zweistündiges Weihnachtskonzert in der St. Martinskirche bestritten. Ganz zu Gefallen der vielen Zuhörer.

Gemeinsam mit den Hofgassler-Alphornbläsern aus Kirrberg ist es dem Bexbacher Schubert-Chor am Sonntag wieder gelungen, mit seiner "Geistlichen Abendmusik im Advent" die große katholische Pfarrkirche St. Martin in Bexbach komplett zu füllen. Pfarrer Andreas Münck begrüßte auch als Chormitglied über 700 Zuhörerinnen und Zuhörer, die dem zweistündigen Programm gebannt lauschten. Unter dem Motto "Weihnachtszeit - Freudenzeit" brachte es in traditionellen und neuzeitlichen Liedern die vorweihnachtliche Erwartung ebenso zum Klingen wie die Freude über das Wunder von Bethlehem.

Mit brennenden Kerzen zogen die Schubertianer in den Altarraum ein und erflehten die Ankunft des Herrn mit dem alten Cantus "Veni, veni, Immanuel". Es folgten fein gestaltete Chorwerke von Hawlet Ades, John Rutter und Franz Schubert als "Klingender Dank an den Schöpfer für ein erfülltes Jahr", wie es das Programmheft verriet. Die Ergriffenheit im weiten Kirchenraum war geradezu spürbar, als die jungen Solisten, der große Chor und Paul O. Krick am Klavier die Dankgesänge mit der spätromantischen Vertonung des "Vater unser" von Carl August Krebs krönten. Mit "Weihnachtszeit, Freudenzeit tönt es überall" war der nächste Programmblock überschrieben. Nach dem Motto-Lied des Amerikaners Loonis McGlohon, nach dem Schlusschor aus dem "Oratorio de Noel" des französischen Meisters Camille Saint-Saens, fielen im Lobgesang "Lob, Ehr und Preis sei Gott dem Herrn" von Georg Friedrich Händel erstmals auch die Alphörner in den Klangjubel ein.

Die klangliche Homogenität zwischen den gewaltigen Instrumenten der "Hofgassler" und den Stimmen der Schubertianer bestimmten auch die "Schönsten Weihnachtslieder für das Kind in der Krippe" nach George Gershwin , Carl Orff , Franz Schubert und geradezu schwerelos filigran im Wiegenlied von Johannes Brahms . Die meditative Ruhe der "Rosenlieder", vor allem des "Christrosen-Liedes" von Robert Stolz, griffen Klaus Déjon und seine Alphornisten in eigenen pastoralen Bläsersätzen auf, wie zum Beispiel im "Morgentau", "Unter dem Sternenzelt" und im "Einzug der Hirten". Der "Engel helle Lichter" begleiteten Hirten und Zuhörer auf dem Weg zur Krippe. Vertraute Weisen wie "Tochter Zion" von Händel, "Ich steh' an deiner Krippe hier" von Johann Sebastian Bach oder die "Drei Könige wandern" von Peter Cornelius mit Christian Lambert im einem recht anspruchsvollen Solopart, waren so wirkungsvoll für Solostimmen, kleinen und großen Chor sowie instrumentale Begleitung arrangiert, dass alle Gäste des Konzertes begeistert in den Schlussgesang "O du fröhliche" mit einstimmten.

Ein kleines Nachkonzert der beiden Ensembles mit "Es wird scho glei dumpa" und "Stille Nacht," war der Dank für den Applaus im Stehen.