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Handball
HF Illtal kämpfen sich ins Pokal-Halbfinale

Jonas Guther von den Handballfreunden Illtal setzt zum Wurf an.
Jonas Guther von den Handballfreunden Illtal setzt zum Wurf an. FOTO: Horst Klos (Klosfoto) / Klos Horst
Homburg. Für ein paar Minuten schnupperten die Handballer der HWE Homburg an der Sensation. Der Tabellenführer der Saarlandliga lag am Donnerstagabend im Viertelfinale des Saarlandpokals gegen den Oberliga-Spitzenreiter HF Illtal in der ersten Halbzeit bereits mit acht Treffern zurück. Doch nach dem Seitenwechsel folgte die Aufholjagd. Homburg kämpfte sich gegen die klassenhöheren Zebras bis auf zwei Tore heran. Am Ende setzte sich Illtal aber deutlich mit 32:26 (18:11) durch. Von Mirko Reuther

Steffen Ecker musste nach der Partie trotzdem erstmal durchschnaufen. Dann sagte der HFI-Trainer: „Zwischendurch war es richtig eng – aber wir haben einen kühlen Kopf bewahrt.“ HWE-Spieler Philpp Daume haderte: „Eine Viertelstunde war das Spiel ausgeglichen. Dann haben wir uns zu viele Ballverluste geleistet. Wir sind zwar wieder rangekommen, aber Illtal hatte von der Bank mehr Möglichkeiten, während bei uns die Kraft nachgelassen hat.“



Für die HWE-Spieler Daume und Michael Mathieu war die Partie eine besondere. Sie hatten wie Leo Frisch, der verletzt fehlte, viele Jahre für Illtal gespielt. „Klar, es hat Spaß gemacht, die alten Freunde wiederzusehen“, sagte Daume, der vor 150 Zuschauern im Sportzentrum Erbach keine Geschenke an die ehemaligen Mitspieler verteilte. Er war mit sechs Toren bester Schütze der Homburger. Für Ecker war das Spiel auch eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstädte. Er hatte in seiner aktiven Zeit für den TV Homburg gespielt, aus dem die HWE hervorgegangen ist. „Homburg war eines der schwersten, aber auch eines der schönsten Lose. Gerade wegen der vielen Freundschaften, die über Jahre gepflegt worden sind“, sagte Ecker.

Seine Mannschaft lief in der neunten Minute noch einem knappen Rückstand hinterher (4:5), fand danach aber immer besser ins Spiel. Homburg leistete sich Mitte der ersten Halbzeit zu viele technische Fehler. Illtal gewann in der Abwehr zahlreiche Bälle und schlug dann im Gegenstoß eiskalt zu. Kurz vor der Halbzeit traf Philipp Kockler nach einem solchen Gegenstoß zum 18:10 für die Gäste. Homburg gab sich aber nicht geschlagen. Angetrieben vom starken Torwart Max Loschky brachte der Saarlandligist den Favoriten ordentlich in die Bredouille und verkürzte den Rückstand Tor um Tor. Als HWE-Spieler Philip Rauchschwalbe seine Mannschaft in der 48. Minute mit einem Treffer vom Kreis wieder in Schlagdistanz brachte (21:23), schien eine dicke Überraschung möglich. Aber Ecker nahm eine Auszeit und gab seiner Mannschaft die richtigen Anweisungen mit auf den Weg. In den letzten zehn Minuten zog Illtal wieder davon und gewann mit 32:26.

HWE-Tore: Philipp Daume (6), Michael Mathieu (5/1), Hendrik Schmidt (4), Philip Rauchschwalbe (3), Thomas Zellmer, Lukas Glück, Frederik Simon (je 2), Nikolai Omlor, Daniel Sorg (je 1).
HFI-Tore: Marcel Becker (12), Niklas Kiefer (5), Max Mees (4), Philipp Kockler, Sebastian Hoffmann (je 3), Christoph Holz, Yannik Jungblut (je 2), Pascal Meisberger (1)