Neubau des Schengen-Lyzeums soll in diesem Jahr fertig werden

Neubau des Schengen-Lyzeums soll in diesem Jahr fertig werden

Perl. Die internationale Finanzkrise habe auch in der Gemeinde Perl ihre Spuren hinterlassen, zieht Bruno Schmitt, Bürgermeister der Obermosel-Gemeinde, Bilanz. Wegen der Wirtschaftskrise müsse die Gemeinde auf Steuereinnahmen verzichten. In Perl hätten die Kommunalwahlen im Sommer des Jahres "zu überraschenden Ergebnissen" geführt

Perl. Die internationale Finanzkrise habe auch in der Gemeinde Perl ihre Spuren hinterlassen, zieht Bruno Schmitt, Bürgermeister der Obermosel-Gemeinde, Bilanz. Wegen der Wirtschaftskrise müsse die Gemeinde auf Steuereinnahmen verzichten. In Perl hätten die Kommunalwahlen im Sommer des Jahres "zu überraschenden Ergebnissen" geführt. Er appelliere an alle Mandatsträger, "im Interesse der Gemeinde konstruktiv zusammen zu arbeiten", sagt Schmitt. Durch die Aufstellung von Bebauungsplänen und den Erlass von Veränderungssperren sei es gelungen, das Bauen in Perl "im Sinne unserer Bürger zu steuern und unsere Zukunft positiv zu gestalten". Er wolle dadurch die Schönheit der Dörfer erhalten. 2009 sei die Erschließung der Baugebiete in Perl, Besch, Nennig und Sinz von der Gemeinde abgeschlossen worden. Das Gewerbegebiet in Besch werde zurzeit großflächig erschlossen und könne 2010 vermarktet werden. Seit dem Schuljahr 2009/2010 würden alle Erstklässler in der Gemeinde bilingual unterrichtet, um sie besser auf das Schengen-Lyzeum vorbereiten zu können. Schmitt: "Dies ist einmalig im Saarland, darauf können wir stolz sein." Der Neubau des Schengen-Lyzeums werde 2010 vollendet und die Unterrichts-Situation damit weiter verbessert. Bruno Schmitt: "Dieses grenzüberschreitende Leuchtturmprojekt findet meine vollste Unterstützung, denn es ist der Beweis für die europäische Zusammenarbeit und es kann ein Modell für Europa werden." Grenzüberschreitendes Handeln praktiziere Perl auch auf anderen Gebieten: Gemeinsam mit den angrenzenden luxemburgischen Gemeinden habe die Gemeinde die Kläranlage in Besch gebaut, die 2010 ihren Betrieb aufnehmen wird. "Dies bedeutet eine wesentliche Verbesserung des Umweltschutzes für unsere Gemeinde." Besonders zu erwähnen ist die hohe Auszeichnung der Siedlergemeinschaft Perl Besch, die im Bundeswettbewerb "Wohneigentum heute für morgen" den ersten Platz belegt hat. "Dies zeigt, dass unsere Gemeinde Vorbildcharakter hat", findet der Bürgermeister. mst