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Bürgerfraktion will weitermachen
„Wir für St. Ingbert“ tritt bei Wahl wieder an

Sie sind weiter das Gesicht von „Wir für St. Ingbert“ (von links): Siegfried Stolz-Wagner, Dominik Schmoll, Veris-Pascal Heintz, Christina Wieth und Regina Schaubel.
Sie sind weiter das Gesicht von „Wir für St. Ingbert“ (von links): Siegfried Stolz-Wagner, Dominik Schmoll, Veris-Pascal Heintz, Christina Wieth und Regina Schaubel. FOTO: Manfred Schetting
St. Ingbert. Bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr wird „Wir für St. Ingbert“ wieder antreten. Das war die zentrale Botschaft eines Gesprächs in unserer Redaktion zu dem die bereits bekannten Gesichter aus der Bürgerfraktion gekommen waren. Von Manfred Schetting

Die Entscheidung zu erneuten Kandidatur für die Wahlen zum Stadtrat und dem Ortsrat St. Ingbert-Mitte, in denen die Bürgerfraktion seit 2014 vertreten ist, sei in der jüngsten Vorstandssitzung des Vereins „Wir für St. Ingbert gefallen“, sagte dessen 1. Vorsitzender Siegfried Stolz-Wagner.


Maßgeblich für die Entscheidung in der Kommunalpolitik weiter agieren zu wollen, seien insbesondere positive Rückmeldungen aus dem Umfeld der Gruppierung gewesen, berichtete Stolz-Wagner. „Trotz mancher Unkenrufe haben uns unsere Familien sowie der Freundes- und Bekanntenkreis darin bestärkt weiterzumachen.“ Auch durch ihre Arbeit als Mandatsträger sehen sich Dominik Schmoll und Christina Wieth im Stadtrat und Siegfried Stolz-Wagner im Ortsrat Mitte bestärkt und nicht abgeschreckt. „Wir haben uns etabliert“, meinte der Fraktionsvorsitzende Schmoll. „In den Gremien und von der Verwaltung wurde wir nach den üblichen Anlaufschwierigkeiten schnell ernst genommen. Und auch unsere Statements in verschiedenen Fachgebieten werden beachtet.“

Darüber hinaus sei einiges von dem, was sich „Wir für St. Ingbert“ programmatisch vorgenommen hatte, noch längst nicht erledigt. Das gelte insbesondere für die Forderung nach einer strukturierten Bürgerbeteiligung. Vorhaben in der Stadt den Bürgern früher zu vermitteln und diese den Betroffenen sei unverändert ein Gebot der Stunde. Die Notwendigkeit einer besser organisierten Beteiligung zeige sich zudem im aktuellen Zusammenhang mit Initiativen wie beim Kléber-Nord-Gelände, der Pfuhlwiese oder am Alten Friedhof. „Einer verbesserten Kommunikation der Politik mit dem Bürgern dient auch unsere Idee eines Bürgerhauses“, betonte Christina Wieth. „Wir müssen zu den Leuten gehen und uns für ihre Anliegen interessieren und nicht warten, bis die Leute zu uns kommen.“



Auch weiterhin wolle sich „Wir für St. Ingbert“ dafür einsetzen, das politische Klima in der Stadt zu befrieden. „Im Aufsichtsrat der GGE beispielsweise habe ich ein positives Beispiel erlebt“, sagte Veris-Pascal Heintz. „Wenn es auf der persönlichen Ebene stimmt, ist eine Zusammenarbeit möglich, die konstruktive Ergebnisse zeigt.“ Fürchtet „Wir für St. Ingbert“ nicht dennoch, im großen Kreis der Parteien und Gruppierungen unterzugehen, die in der Mittelstadt zur Kommunalwahl antreten? Nein, heißt aus der Bürgerfraktion. Und schon vor der Wahl wolle man Akzente setzen. „Wir haben 2014 im Rahmen unserer Möglichkeiten einen effektiven Wahlkampf geführt. Und diese Erfahrung können wir auch diesmal nutzen“, meinte Heintz.