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Partnerschaft
Solarstrom erleichert Leben im Senegal

Eine der Gesundheits- und Entbindungsstationen in der Region Ndiaganiao. Foto: Mamadou Ndiaye
Eine der Gesundheits- und Entbindungsstationen in der Region Ndiaganiao. Foto: Mamadou Ndiaye FOTO: Mamadou Ndiaye
Freundschafts-Verein aus St. Ingbert fördert im Partnerort Ndiaganiao die Stromversorgung für Familien und Gesundheitsstationen. red

Homburg/St. Ingbert In den vergangenen Jahren lag der Schwerpunkt der Hilfsprojekte für die senegalesische Partnergemeinde der Stadt St. Ingbert auf der Unterstützung von Schulen und von Schülerinnen und Schülern. Für über 550 Kinder waren Tische Bänke angeschafft und zwölf Schulen waren mit Lernmitteln versorgt worden. Aktuell stehen nun Familien und das Gesundheitswesen in Ndiaganiao im Mittelpunkt der Hilfsaktionen des Vereins „Freundschaft St.Ingbert-Ndiaganiao“. In vielen Teilen der Landgemeinde sind die Bewohner nicht an ein Stromnetz angeschlossen. Auf Anregung der Fraueninitiative UCGPF hat der St. Ingberter Verein, zusammen mit dem französischen Partnerverein, der „Association Amitié Saint Herblain-Godaguène“, 400 solarbetriebene Batterien zur Verfügung gestellt, die Strom liefern für LED-Lampen und weitere Anschlüsse für elektrische Geräte.


Die Vorsitzende der Fraueninitiative, Awa Diouf, bedankte sich in einem Schreiben an die beiden Vereine dafür, dass durch diese „kits solaires“ der Alltag von etwa 3500 Menschen, die bisher ohne elektrischen Strom auskommen mussten, erheblich erleichtert wurde. An den Kosten für diese Geräte beteiligten sich die meisten Familien mit 50 Prozent, für eine Minderheit von bedürftigen Menschen wurden sie kostenlos bereitgestellt. Ähnliche Probleme mit der Stromversorgung gab es bisher für die beiden Gesundheits- und Entbindungsstationen in dieser Region. In den „postes de santé“ in Guélor sowie Both Escale, – zuständig für ein Umfeld von etwa 30 000 Einwohnern – war die Stromversorgung ebenfalls äußerst mangelhaft. Zwar sind die Stationen an ein Stromnetz angeschlossen, doch dieses ist so marode, dass es immer wieder zu Ausfällen gekommen war.

Aus diesem Grund hat sich der der zuständige Leiter (ICP), Amadou Beye, an die beiden Vereine in Saint Herblain und St. Ingbert gewandt, mit der Bitte um Abhilfe. Um diese unhaltbaren Zustände zu beenden, wurden Anfang dieses Jahres in Zusammenarbeit mit der Organisation ESF (Elektriker ohne Grenzen) Solarpanele angeschafft und installiert. Somit ist nun die Stromversorgung gesichert und stabil, und die beiden Gesundheitsstationen können ihrer Arbeit ungestört von Stromausfällen nachgehen.



Infos über die senegalesische Partnergemeinde der Stadt St. Ingbert und über den Verein „Freundschaft St. Ingbert-Ndiaganiao“ sind auf der Internet-Homepage des Vereins zu finden.

Ein "Kit solaire".
Ein "Kit solaire". FOTO: Mamadou Ndiaye