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Ortsrat setzt sich für neue Baugrundstücke ein

Rohrbach. Die CDU-Fraktion listete Grundstücke sowie Baulücken auf, die nach ihrer Ansicht ertüchtigt werden könnten. Cornelia Jung

Viele Rohrbacher suchen Baugrundstücke. Ortsratsmitglieder seien darauf angesprochen worden, dass es kaum noch Bauplätze gebe, wie Jörg Schuh (CDU) den Ortsvorsteher in einem Schreiben wissen ließ. Um Rohrbach für die Zukunft zu rüsten und dem Einwohnerschwund entgegen zu wirken, sehe man die Bereitstellung passender Grundstücke als essentielle Aufgabe der Kommunalpolitik an. Von der Verwaltung erhoffe man sich dabei tatkräftige Unterstützung. Die CDU-Fraktion listete für die Verwaltung Grundstücke sowie Baulücken auf, die nach ihrer Ansicht ertüchtigt werden könnten. Darunter sind die ehemalige Flieger-Halle in der Max-Planck-Straße, das Areal der TG-Halle, das ehemalige Rohrbacher Rathaus und das Theodor-Jansen-Gelände, von dem man wisse, dass der Eigentümer das Gelände verkaufen wolle. Desweiteren wurden Vorschläge gemacht, in welchen Bereichen Rohrbachs Neubaugebiete erschlossen werden könnten. Die Verwaltung solle auf der Grundlage der Vorschläge prüfen, wie realistisch der Wunsch ist und eventuell weitere Neubaugebiete benennen. Den Unterlagen der jüngsten Ortsratssitzung waren Pläne der genannten Areale beigeheftet. Wie die Verwaltung mitteilte, werde derzeit das Stadtentwicklungskonzept aktualisiert, bei dem der Schwerpunkt auf der Fortschreibung der Siedlungs- und Gewerbeflächenentwicklung liege. Ziel der Aufschlüsselung sei es, auch unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung, die Grundlagen für die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes zu ermitteln, wie Rebecca Trautmann in der Sitzung sagte. Der bisherige Flächennutzungsplan stamme aus dem Jahr 1979 und sei veraltet. Mit dessen Nachfolger, dessen erste Ergebnisse in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung am Donnerstag präsentiert werden, werde der Bedarf an Wohn- und Gewerbeflächen neu dargestellt. Mit Erstaunen vernahmen die Ortsratsmitglieder, dass das Areal der TG-Halle nicht als Baugelände zur Verfügung stehe, da der Kreis die Parkplatzfläche benötige und über einen Ankauf nachdenke. Für einige der vorgeschlagenen Flächen gebe es entweder keinen Bebauungsplan oder sie seien in Privathand, wie die Stadtplanerin sagte. "Vom Landesbauamt hieß es vor einiger Zeit, dass es noch Baulücken gebe", warf Wolfgang Heib (CDU) ein. "Das mit den Baulücken stimmt", so Trautmann, "doch da sind uns die Hände gebunden, wir können ja nicht enteignen." Hier müsse ein Umdenken einsetzen, damit Eigentümer ihr Gelände auch außerhalb der Familie für Wohnbauzwecke zur Verfügung stellen. "Rohrbach ist eben lebenswert und die Grundstücke teuer", erklärt sich Rohrbachs Ortsvorsteher den Wunsch der Bevölkerung nach Bauland.