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Handball-Saarlandliga
Für die SGH ist ein Sieg ein „Muss“

Der Trainer des Handball-Saarlandligisten SGH St. Ingbert, Christoph Luck (Vierter von links), fordert von seinem Team im kommenden Heimspiel gegen Schmelz vollen Einsatz und einen Sieg.
Der Trainer des Handball-Saarlandligisten SGH St. Ingbert, Christoph Luck (Vierter von links), fordert von seinem Team im kommenden Heimspiel gegen Schmelz vollen Einsatz und einen Sieg. FOTO: Klos Horst / Horst Klos (Klosfoto)
St. Ingbert/Niederwürzbach. An diesem Samstag empfängt die SGH St. Ingbert in der Handball-Saarlandliga den HC Schmelz. Trainer Luck fordert Geduld und Konzentration. Von Lucas Jost

Der HC Schmelz ist für viele Handball-Saarlandligisten ein unangenehmer Gegner. Zuerst steht häufig eine weite Anreise auf dem Plan. Der Hallenboden ist recht unbeliebt. Und dann bliebe da noch das Lieblings-Streitthema aller Handballer: Die Haftmittelnutzung, auch Harz genannt. Die ist beim Handballclub verboten. Das, in Verbindung mit der sehr defensiven 6:0-Abwehrformation, kostete schon so manch einem Gegner viele Nerven und Punkte. Auch die SGH St. Ingbert ließ in Schmelz zwei Punkte liegen. 29:35 zeigte die Anzeigetafel nach 60 Minuten. Trainer der SGH war damals noch Marek Kordowiecki.


Für Christoph Luck, SGH-Trainer bis zum Saisonende, ist das Rückspiel diesen Samstag um 19 Uhr in der Ingobertushalle das erste Aufeinandertreffen mit dem HC und eine gute Gelegenheit, die Hinspiel-Niederlage vergessen zu lassen. „Zu Hause ist das dann eine andere Hausnummer. Rein vom Potenzial her sehe ich unsere Mannschaft schon in der Pflicht, dass wir das Spiel eigentlich gewinnen müssen. Aber dass es enorm schwierig ist, ist klar. Weil Schmelz eine Mannschaft ist, die uns nicht unbedingt liegt.“ Mit einem kleinen Lacher fügt er an: „Einziger Vorteil, den wir zu Hause vielleicht haben, ist, dass wir mit Harz spielen.“

In Anbetracht des schweren Restprogramms sieht Luck die Partie am Wochenende als „Muss-Spiel“, um den Platz im Mittelfeld abzusichern – derzeit belegt die SGH Rang sieben. Denn anschließend stehen bis zum Saisonabschluss beim TuS Brotdorf am 28. April noch das Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten HSV Merzig/Hilbringen und das Heimspiel gegen Saarlandliga-Spitzenreiter HWE Homburg auf dem Programm. Worauf hat Luck seine Mannschaft also eingestellt? „Schmelz spielt aus einer guten Defensive heraus. Mit starken Torhütern hintendran versuchen sie ihr schnelles Spiel aufzuziehen. Sie sind im Angriff mit Christian Weber und Martin Rokay durchaus gut besetzt auf den Rückraum-Positionen, so dass da viel Arbeit auf uns zukommen wird. Vorne werden wir voraussichtlich gegen eine 6:0-Abwehr spielen“, erklärt der Handballlehrer.



Gegen defensive Abwehrreihen kann St. Ingbert sein gefährliches Spiel über den Kreisläufer vielleicht nicht wie gewohnt aufziehen. Umso mehr Bedeutung kommt da einer geordneten und konzentrierten Offensive zu. „Da dürfen wir uns vorne nicht dazu zwingen lassen, einfache Würfe zu nehmen, die der Torwart fängt, so dass wir es im Ruckzugsverhalten einfacher haben. Wenn wir zu viele Bälle liegen lassen, wird es problematisch. Wir müssen vorne mit Geduld spielen.“

Der TV Niederwürzbach spielt diesen Samstag um 18 Uhr in der Ignaz-Roth-Halle bei der zweiten Mannschaft des SV 64 Zweibrücken. Durch einen Auswärtssieg gegen den Tabellensechsten aus Zweibrücken (27 Punkte) kann der TVN (30 Punkte) seinen dritten Platz in der Saarlandliga untermauern und sich in eine gute Ausgangslage für die letzten drei Saisonspiele bringen. Das Hinspiel konnte der TV Niederwürzbach mit 32:27 für sich entscheiden.