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Kinowerkstatt
Auf der Suche nach der eigenen Identität

Eine Szene aus dem Film „Madame Aurora und der Duft von Frühling“, der am Wochenende in der Kinowerstatt .
Eine Szene aus dem Film „Madame Aurora und der Duft von Frühling“, der am Wochenende in der Kinowerstatt . FOTO: Tiberius-Film
St. Ingbert. Die St. Ingberter Kinowerkstatt bietet den Cineasten französische Komödie und ein britisches Drama. red

(red) Es ist die neue Komödie aus Frankreich: „Madame Aurora und der Duft von Frühling“ (Frankreich 2017) von Regisseurin Blandine Lenoir mit Agnès Jaoui Marlène, Veyriras Tribault de Montalembert und Pascale Arbillot. Der Film ist zu sehen in der Kinowerkstatt am Freitag, 15. Juni, Samstag, 16. Juni, und am Sonntag, 17. Juni, jeweils um 20 Uhr, sowie am Montag, 18. Juni, um 18 und 20 Uhr.


Die Geschichte: Die lebensfrohe Aurora (Agnès Jaoui) hat zwei Töchter, ist Single und steht mitten im Leben. Doch plötzlich wird ihre Welt durcheinander gewirbelt: Aurora erfährt, dass sie Großmutter wird, fliegt aus ihrem Job und muss zu allem Überfluss feststellen, dass Älterwerden nicht so einfach ist. Von Beratungsterminen beim Jobcenter, verrücktspielenden Hormonen, Konflikten mit ihren Töchtern bis zu misslungenen Dates wird Aurora mit den Herausforderungen des Lebens konfrontiert. Als Aurora dann ihrer Jugendliebe Christophe wiederbegegnet, wird aber alles noch einmal ganz anders. Mit Hilfe ihrer besten Freundin Mano und ihren beiden Töchtern erlebt Aurora mehr und mehr, dass man etwas loslassen muss, um neu beginnen zu können.

Im Seniorenkino der Kinowerkstatt läuft am Mittwoch, 20. Juni, um 16 Uhr „Lion – Der lange Weg nach Hause“ (Großbritannien, USA, Australien, 2016) von Regisseur Garth Davis mit Nicole Kidman, Dev Patel, Rooney Mara und David Wenham. Der Spielfilm basiert auf dem autobiografischen Roman von Saroo Brierley, der 2014 die Suche nach seiner indischen Familie niederschrieb.



Saroo Brierley (Dev Patel) war ein kleiner Junge, als er durch eine Kette von unglücklichen Ereignissen seine Familie verlor: Er schlief in einem Zug ein und als er erwachte, war er viele tausend Meilen von seinem Zuhause, von seiner Mutter und seinem älteren Bruder entfernt. Für den kleinen Jungen beginnt eine schier endlose Suche: Unter 1,2 Milliarden Einwohnern muss er seine zwei liebsten Menschen wiederfinden – sie sind die einzige Familie, die er hat. Jahre später sitzt Saroo in Australien, zwischen Sue Brierley (Nicole Kidman) und ihrem Mann John (David Wenham), die ihn als Kind adoptiert und mit viel Fürsorge groß gezogen haben. Eigentlich müsste es ihm gut gehen – wären da nicht die quälenden Kindheitserinnerungen an eine Vergangenheit in Indien.

Immer wieder tauchen die Bilder seiner Mutter und seines Bruders vor seinem geistigen Auge auf. Wo sind sie und was ist aus ihnen geworden? Saroo hält dem Verlangen, diese Fragen zu beantworten, nicht stand und bricht nach Indien auf. Die Suche nach seiner biologischen Familie beginnt erneut und Saroo muss alle Anhaltspunkte in Betracht ziehen, um entgegen der zynischen Stimmen, die sein Unterfangen als aussichtslos abstempeln, seinen Mut zu behalten. . .

Eine Szene aus dem Film „Lion – Der lange Weg nach Hause“ mit Nicole Kidman und David Wenham, der am 20. Juni gezeigt wird.
Eine Szene aus dem Film „Lion – Der lange Weg nach Hause“ mit Nicole Kidman und David Wenham, der am 20. Juni gezeigt wird. FOTO: Filmverleih Tobis Film