| 20:10 Uhr

200 Jahre Landkreis
Wanderstiefel schnüren zum Jubiläum

Auch die Kirkeler Burg spielt bei der Jubiläums-Wanderung mit Landrat Theophil Gallo eine Rolle.
Auch die Kirkeler Burg spielt bei der Jubiläums-Wanderung mit Landrat Theophil Gallo eine Rolle. FOTO: Klaus-Peter Kappest / Klaus-Peter Kappest/Tourismuszentrale Saarland
Kirkel/Homburg. Zum 200. Geburtstag des Landkreises gibt es eine Vielzahl an Veranstaltungen. red

Der Landkreis feiert seinen 200. Geburtstag  mit einer Vielzahl von Angeboten (siehe auch Infobox).


Auf die runde Zahl kommt man übrigens dann, wenn man den Vorgänger des heutigen Saarpfalz-Kreises dazu zählt: Am 1. April 1818 entstand das Landcommissariat Homburg. Neben dem Festakt am Sonntag wandert der Landrat  in den Kommunen des Kreises, begibt sich also hier auf klassische Art und Weise auf Spurensuche.

Die zweite Wanderung mit dem Landrat im Jubiläumsjahr „200 Jahre Landkreis“ startet am Samstag, 21. April, um 10 Uhr am Naturfreundehaus in Kirkel. Gemeinsam mit Bürgermeister Frank John wird Landrat Theophil Gallo rund sechs Kilometer in und um Kirkel-Neuhäusel wandern. Kirkel war vor 200 Jahren ein kleines Walddorf, das sich mit seinen Ortsteilen zu einer attraktiven Wohngemeinde mit hoher Erholungsqualität entwickelt hat. Heute noch sichtbarer Beweis der bayerischen Zeit in der Gemeinde ist der kleine Ortsteil Bayrisch Kohlhof, der 1974 durch die Gebiets- und Verwaltungsreform zuerst der „preußischen“ Kreisstadt Neunkirchen angegliedert wurde, jedoch 1985 nach intensiven Bestrebungen wieder zur „bayerischen“ Gemeinde Kirkel rückgegliedert wurde, schreibt die Saarpfalz-Touristik weiter.

Vom Naturfreundehaus startet die Wanderung Richtung Kirkeler Burg, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen der Gemeinde. Auf dem Burgkegel informiert die Archäologin Christel Bernard von der Gesellschaft für Arbeit und Qualifizierung im Saarpfalz-Kreis über die aktuellen Grabungen am Burgbrunnen. Vom Burgplateau aus sieht man auch die imposante Friedenskirche der protestantischen Kirchengemeinde in der Ortsmitte, die in der bayerischen Zeit von 1876 bis 1878 erbaut wurde. Direkt am Aufgang zur Burg liegt das kleine Heimatmuseum der Gemeinde, das in einem Gebäude des 18. Jahrhunderts untergebracht ist und den hiesigen kleinbäuerlichen Haustyp repräsentiert. Im Ergeschoss ist eine Küchen- und im Dachstübchen eine Schlafzimmereinrichtung aus der Jahrhundertwende zu sehen. So ähnlich haben wohl noch viele Kirkeler „Untertanen“ in der bayerischen Zeit gewohnt.

Die Tour führt von hier weiter hinab ins Kirkeler Tal parallel zum gleichnamigen Bach Richtung Residenzstadt Blieskastel. In Höhe des Rehbrünnchens führt ein Pfad, der Teilstück der Kirkeler Tafeltour ist, bergauf zum Frauenbrunnen.



Der mystische Frauenbrunnen war wohl schon zu keltischer Zeit ein heiliger Ort. Eine alte Volkssage berichtet davon, dass hier ein großer Schatz aus alter Zeit vergraben liege, der bis heute nicht gefunden wurde. Von hier wandert die Gruppe vorbei an den so genannten „Wasserfelsen“, die unablässig Tropfwasser abgeben zurück zum Naturfreundehaus.

Für die circa sechs Kilometer lange Wanderung wird festes Schuhwerk empfohlen, da auch einige unbefestigte Wege gegangen werden, teilen die Organisatoren mit.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, müssen sich die Interessierten bei der Saarpfalz-Touristik anmelden, Adresse: Paradeplatz 4, 66440 Blieskastel, Telefon: (0 68 41) 104 71 74, Internet: www.saarpfalz-touristik.de Mail: touristik@saarpfalz-kreis.de.

Auch der in der Region bestens bekannte Frauenbrunnen wird bei der Tour in Kirkel angesteuert.
Auch der in der Region bestens bekannte Frauenbrunnen wird bei der Tour in Kirkel angesteuert. FOTO: Henn/Saarpfalz-Touristik