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Eifrige Hände am Treppenaufgang

Trotz Regen legten Dieter Hock (links) und Heinz Jung am Dienstag letzte Hand an bei der Sanierung der Treppe zur Limbacher Elisabeth-Kirche. Foto: Thorsten Wolf
Trotz Regen legten Dieter Hock (links) und Heinz Jung am Dienstag letzte Hand an bei der Sanierung der Treppe zur Limbacher Elisabeth-Kirche. Foto: Thorsten Wolf FOTO: Thorsten Wolf
Limbach. An der Limbacher Elisabeth-Kirche schmücken neue Steinplatten den Treppenaufgang. Die Arbeiten biegen in ihre Zielgerade ein, nur noch die Ausfugungen fehlen. Insgesamt 5000 Euro kostet die neuerliche Sanierungsmaßnahme. Thorsten Wolf

Wenn schon ein echtes Wahrzeichen, dann aber richtig und richtig schick: Das dachten sich Dieter Hock, Kirchendiener der Limbacher Elisabeth-Kirche, und sein Mitstreiter Heinz Jung in diesen Tagen. Und deswegen sanierten die beiden nicht ganz kurzerhand mit Unterstützung weiterer, helfender Hände den Treppenaufgang zur Kirche an der Limbacher Hauptstraße.



In Worten hört sich das leichter an, als es in Stein zu tragen war. Und eben solche, meist in Form wuchtiger Platten, mussten Hock, Jung und die anderen Helfer nicht wenige zentimetergenau an ihren neuen Platz am Zugang zum Kirchengelände wuchten. "129 Kilogramm wiegen die großen Stufenplatten pro Stück", erzählt Dieter Hock am Dienstagnachmittag. Es regnet, aber davon lassen sich er und Heinz Jung nicht abhalten. Zu diesem Zeitpunkt ist der eigentliche Treppenaufgang schon wieder gut in Schuss, die neuen Platten machen was her - und passen gut zur vor Jahren schon sanierten Einfassungs-Mauer im vorderen Bereich des Kirchengrundstücks. Gerade als es darum gegangen sei, die schweren Stufenplatten anzuheben und in Position zu bringen, habe er immer wieder ganz kurzfristig Hilfe von anderen erhalten, erzählt Dieter Hock. Auch habe man einige Einfassungssteine links und rechts der Treppe heraus brechen müssen, weil diese stark beschädigt gewesen seien.

Doch mit dem Anlegen der neuen Treppe waren die Arbeiten nicht getan, "die neue Treppenkonstruktion ist ein bisschen höher als die alte", erzählt Hock. Und sein Mithandwerker Heinz Jung ergänzt. "Wir heben jetzt die Pflastersteine direkt hinter der Treppe in Richtung Kirche ein bisschen an." Spricht's - und klopft einen der besagten Steine in seine neue Lage. Doch Jung ist nicht nur Hocks Helfer bei dieser erneuten Sanierungsmaßnahme des Fördervereins der Limbacher Elisabeth-Kirche, er ist auch der Initiator der Baumaßnahme. Dieter Hock: "Heinz ist vor drei Jahren auf die Idee gekommen und hat gesagt ,Lass uns die Stufen an der Treppe neu machen'." In der Folge gab's entsprechende Planungen, nun ist auch der Treppenaufgang wieder bestens in Schuss, fast. Heinz Jung: "Es fehlen noch die Ausfugungen an der Treppenstufen. Und auch das Geländer bekommt noch neue Handläufe aus Holz." Für die sei der Limbacher Axel Leibrock verantwortlich.

Und was kostet das Ganze? Insgesamt steckten in der erneuten Sanierungsmaßnahme eine Geldwert von 5 000 Euro, rechnet Heinz Jung alles in allem zusammen. Und was steht in der näheren Zukunft auf der Liste? "Jetzt langt es erst mal", lachen Hock und Heinz. Und im selben Atemzug schränkt Dieter Hock ein: "Vielleicht streiche ich den Kirchturm noch von innen weiß an. Aber nur, wenn ich ganz viel Lust habe. Ich habe ja gerade mittwochs einiges zu tun", zwinkert der Kirchendiener und spielt damit auf den immer erfolgreicher werdenden Mittwochstreff im Pfarrgarten hinter der Elisabeth-Kirche an, der sich in den vergangenen Jahren in den Sommermonaten zum Anziehungspunkt für Jung und Alt aus nah und fern entwickelt hat. An und in der Limbacher Elisabeth-Kirche ist eben immer was los.

Zum Thema:

Auf einen Blick Ein kulturhistorisches Kleinod unter den Dorfkirchen im Westrich ist die Elisabeth-Kirche in Limbach , deren 750-jähriges Jubiläum im Jahre 1999 gefeiert wurde. Als kleine Kapelle um 1250 auf dem rechten Bliesufer erbaut, war sie jahrhundertelang Filialkirche der uralten Mutterkirche St. Martin (9. Jahrhundert), die auf der linken Bliesseite, der alten Dorfstatt "Lympach" (heute Altstadt), im Bereich des heutigen Friedhofs stand. Die Elisabeth-Kirche ist aus einer Stiftung der Gräfin Loretta von Saarbrücken und ihres Vettern und Lehensmann Johann I. von Kirkel hervorgegangen. (Quelle: protestantische Kirchengemeinde Limbach-Altstadt) thw