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Freiluft-Kunstgalerie Homburg
Mehr als 100 Künstler malen in Homburg

Bei der Ausgabe der Homburger Artmosphäre im vergangenen Jahr ließ sich Karl Lauer (links) von Maler Igor Michajlow auf dem historischen Marktplatz porträtieren.
Bei der Ausgabe der Homburger Artmosphäre im vergangenen Jahr ließ sich Karl Lauer (links) von Maler Igor Michajlow auf dem historischen Marktplatz porträtieren. FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Im Jahr 2012 startete die Homburger Kunstmesse „Artmosphäre“ mit gerade mal 40 Teilnehmern. Inzwischen ist die samstägliche Freiluft-Veranstaltung für Hobbykünstler so beliebt, dass am 25. August 107 Künstler mitmachen werden. Von Thorsten Wolf

Wenn man den Samstag, 25. August, Homburg unter ein eingängiges Motto stellen will, dann drängt sich „Kunst, Kultur und Musik“ auf. Denn: An diesem Tag wird die „Homburger Artmosphäre“ das Flair des Pariser Künstlerviertels Montmartre mitten in die Innenstadt zaubern. Gleichzeitig setzt die Artmosphäre auch immer ein bisschen den Schlusspunkt  unter den Sommer, der mit der Fete de la musique am 21. Juni begonnen hat.


„Aus Homburg, dem Saarpfalz-Kreis und weit darüber hinaus finden sich an diesem Tag von 10 bis 17 Uhr Berufs- und Freizeitkünstler ein, die nicht nur ihre Werke unter freiem Himmel ausstellen, sondern auch vor Ort arbeiten. Mit ihnen zu plaudern, ihnen über die Schulter zu schauen und an verschiedenen Mitmachstationen sogar selbst kreativ werden: all das bietet die ,Homburger Artmosphäre’ mit ihrem Charme und Flair“, beschreibt die Stadt selbst als Veranstalter das, was seit nunmehr vielen Jahren Tradition hat in Homburg. Und seit seiner Premiere im Jahr 2012 eine Erfolgsgeschichte ist. Verantwortlich seitens der Stadt für das kulturelle Sommer-Highlight ist Raimund Konrad, der ehrenamtliche Kulturbeigeordnete Homburgs.

Im Gespräch mit unserer Zeitung konnte Konrad gestern die stolze Zahl von 107 teilnehmenden Akteuren vermelden, „im vergangenen Jahr waren es noch um die 95“. Nicht zuletzt der öffentliche Aufruf in unserer Zeitung habe mit dazu beigetragen, die Zahl der Teilnehmer vor Meldeschluss noch mal von bis Dato 70 auf besagte 107 hochzutreiben. „Wir sind wirklich happy“, freut sich Konrad.



Zu sehen gebe es im August vor allem  Malerei, aber auch künstlerischer Schmuck habe einen großen Anteil am Portfolio der Artmosphäre 2018. Doch natürlich gebe es noch viel mehr zu sehen und zu erleben, über viele Kunst- und Kunsthandwerk-Techniken hinweg. „Die Artmosphäre wird dabei auf dem historischen Marktplatz, dem Christian-Weber-Platz, der Eisenbahnstraße, entlang eines Teils der Talstraße und auf dem Ilmenauer-Platz stattfinden.“

Bemerkenswert für Konrad: Aufgrund der großen Zahl von Teilnehmer-Anmeldungen sei der Christian-Weber-Platz in diesem Jahr voll, „im vergangenen Jahr hatten wir da im hinteren Bereich noch Luft“. Im Jahr 2012, dem Premierenjahr der Freiluft-Kunstausstellung, sah alles noch ein bisschen anders aus, „damals sind wir mit 40 Teilnehmern gestartet“, erinnerte sich Konrad gestern.

„Wir haben natürlich gehofft, dass es sich in den Jahren danach so entwickelt, wie es sich entwickelt hat.“ Tatsächlich habe sich die Zahl der Künstler- und Kunsthandwerker mit jedem Jahr gesteigert, „heute sind wir an dem Punkt angekommen an dem wir sagen können: Wir sind groß“. An dieser Stelle stellt sich dann die Frage, ob man sich in Sachen Teilnehmer-Zuspruch entlang einer nach oben offenen Skala bewegt. Konrad: „Wir haben natürlich schon noch ein bisschen Platz in der Altstadt.“ Gegenwärtig habe die „Artmosphäre“ aber eine Größe erreicht, mit der sie „super in die Stadt passt“. So führe die Großveranstaltung nicht zu Straßensperrungen.

Um das Trio von „Kunst, Kultur und Musik“ zu komplettieren, setzt die „Artmosphäre“ auch in diesem Jahr wieder auf eine ergänzendes Rahmenprogramm. Zu dem zählt natürlich auch der samstägliche Jazzfrühschoppen, hier wird die „Schräglage Jazzband“ für den guten Ton sorgen. Zu eben dem soll auch die Present Art Collection mit ihren Auftritten ihren Teil dazu beitragen. „Und wir haben auch wieder das Stelzentheater ‚Circolo‘ im Programm, das mit neuen Kostümen auftreten wird.“

Es ist also alles bestens vorbereitet worden Spätsommertag mit viel Kunst, Kultur und Musik im Herzen der Stadt. Einzig in Sachen Wetter wird es auch bei der siebten Auflage der Homburger „Artmosphäre“ ein Vabanque-Spiel bleiben. Aber vielleicht nimmt sich der Heilige Lukas als Schutzpatron der Kunst der gute Sache ebenso erfolgreich an wie im vergangenen Jahr. Und da gab‘s Sommerwetter pur.