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| 19:52 Uhr

Infos über Internet reichen nicht

Voraussichtlich Ende dieses Jahres sollen auch auf dem Renkersberg in Webenheim Windenergieanlagen in Betrieb gehen. Unser Foto zeigt Windräder im nördlichen Saarland. Fotos: Joachim Schickert
Voraussichtlich Ende dieses Jahres sollen auch auf dem Renkersberg in Webenheim Windenergieanlagen in Betrieb gehen. Unser Foto zeigt Windräder im nördlichen Saarland. Fotos: Joachim Schickert
Blieskastel. Vor dem Bau von drei Windenergieanlagen auf dem Renkersberg sollte die Energie Baden-Württemberg (EnBW) die Blieskasteler Bürger über das Vorhaben informieren. Geschehen ist bislang aber noch nichts. Joachim Schickert

Die Blieskasteler Stadtverwaltung hat beim Energieriesen Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Bau von drei Windrädern in Webenheim angemahnt. Wie berichtet, sollen voraussichtlich Ende dieses Jahres auf dem Renkersberg drei Windenergieanlagen in Betrieb gehen. Wie Stadt-Pressesprecher Jens Welsch unserer Zeitung mitteilt, habe er im Aufrag von Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener , die in Urlaub sei, das Unternehmen darauf hingewiesen, dass eine Information nur über die Presse und das Internet nach Überzeugung der Verwaltung "nicht die Breite der interessierten Bevölkerung erreicht". Die Durchführung einer örtlichen Informationsveranstaltung, in der die Bürgerinnen und Bürger direkt und unmittelbar informiert werden, aber auch Fragen stellen können, werde als "ein wesentlich geeigneteres Instrumentarium angesehen", heißt es in dem Schreiben an EnBW.

Zuvor hatte die CDU-Fraktion im Stadtrat in einem Schreiben von Anfang August an die Blieskasteler Stadtverwaltung erklärt, dass es zunehmend Unruhe um das Projekt Windpark Webenheim gebe. "Wir sind über die kurzfristige Entwicklung erstaunt, zumal hier nicht wie von uns erwartet eine Informationsveranstaltung oder Ähnliches stattfindet. Auf wiederholte Nachfragen aus dem Stadtrat - auch unserer Fraktion - hatte die Stadtverwaltung bis zuletzt keinen neuen Informationsstand. Offenbar erfolgt nun die Kommunikation der EnBW über Presse und Internet zeitgleich mit dem Baubeginn ", so CDU-Fraktionsvorsitzender Holger Schmitt in seinem Schreiben an die Stadtverwaltung. Dies sei bedauerlich, zumal das Projekt nicht unumstritten sei "und die Bürger abgeholt werden müssen". Die Verwaltung werde gebeten, "bei der EnBW in diesem Sinne nochmal vorstellig zu werden. Die Bürger und auch die Räte haben eine ordentliche Informationsveranstaltung vor Baubeginn verdient", so Schmitt abschließend.

Wie berichtet, will EnBW in den nächsten Monaten nordöstlich der Gemarkung Webenheim auf dem Renkersberg drei Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt 6,15 Megawatt errichtet. Die Anlagen vom Typ Senvion MM 92 könnten künftig den jährlichen Strombedarf von rund 3500 Haushalten decken und den CO{-2}-Ausstoß jährlich um rund 9000 Tonnen verringern. Die Anlagen verfügten über eine Nabenhöhe von 100 Metern, die Gesamthöhe betrage 146,25 Meter. "Als erster Schritt stehen Vorbereitungen für den Fundamentbau auf dem Programm, anschließend folgt der Wegebau. Voraussichtlich ab Ende August wird mit der Errichtung der Fundamente begonnen, die Turmerrichtung kann danach ab Mitte Oktober erfolgen. Voraussichtlich im Dezember sollen die Anlagen in Betrieb gehen", so der Karlsruher Energieriese in einer Presseerklärung.

Die EnBW plane, die Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 zu einer der tragenden Säulen ihres Geschäfts auszubauen. Dabei spiele auch der weitere Ausbau der Onshore-Windkraft, also die Windkraft an Land, eine wichtige Rolle. Ziel sei, die Onshore-Windkraft bis zum Jahr 2020 auf 1000 Megawatt auszubauen. Dabei sei die EnBW auf gutem Weg. Aktuell befänden sich Projekte mit über 500 Megawatt im Genehmigungsverfahren. Projekte im Saarland würden seit Januar 2015 von der Niederlassung in Trier betreut. Zuletzt sei im Sommer 2015 der Windpark St. Wendel-Niederlinxweiler mit zwei Windenergieanlagen errichtet worden. Ein weiteres Projekt sei derzeit auf der Einöder Höhe in der Stadt Homburg im Bau.

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Hintergrund Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit Sitz in Karlsruhe gehört zu den größten Energieversorgungsunternehmen in Deutschland und in Europa. Mit rund 20 000 Mitarbeitern werden 5,5 Millionen Kunden mit Strom, Gas, Wasser und energienahen Produkten und Dienstleistungen versorgt. Das Unternehmen gehört mehrheitlich dem Land Baden-Württemberg und den Oberschwäbischen Elektrizitätswerken - einem kommunalen Zweckverband. 2013 wurde EnBW mit dem Motto "Energiewende . Sicher. Machen." neu ausgerichtet. "Seitdem treiben wir die Energiewende in Deutschland voran und haben unsere Konzernstrukturen verschlankt, um schnell und flexibel am Markt agieren zu können", heißt es auf der Internetseite www.enbw.com des Unternehmens. ert

Widerstand gegen geplante Windräder hatte sich schon früh in Webenheim geregt.
Widerstand gegen geplante Windräder hatte sich schon früh in Webenheim geregt.