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Nur jede zweite Uni bei zentraler Studienplatz-Vergabe dabei

Nur jede zweite Uni bei zentraler Studienplatz-Vergabe dabei

An der zentralen Vergabe von Studienplätzen in Deutschland beteiligt sich nur etwa die Hälfte der deutschen Hochschulen. Zum Start des Wintersemesters 2015/2016 seien dies 89 der 180 Hochschulen mit zulassungsbeschränkten Studiengängen gewesen, berichten die "Ruhr Nachrichten" unter Berufung auf das Bundesbildungsministerium."Es trifft zu, dass infolge unkoordinierter Mehrfachbewerbungen, die zu Mehrfachzulassungen führen, etliche Studienplätze unbesetzt bleiben", zitiert die Zeitung eine Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Linken.

Mit der flächendeckenden Einführung des neuen Verfahrens sei jedoch erst bis 2018 zu rechnen.

Das erst teilweise umgesetzte Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV) hatte 2008 die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) abgelöst. Es soll die Unis durch einen Abgleich der Zulassungen unterstützen, die in einer gemeinsamen Datenbank zusammengeführt werden. Bewerber, die ein Studium aufnehmen, werden so automatisch aus anderen Ranglisten gestrichen. Frei werdende Studienplätze können so unmittelbar weitervergeben werden.

Auch im Saarland wird die Teilnahme am DoSV laut Saar-Uni-Sprecherin Friederike Meyer zu Tittingdorf erst ab Wintersemester 2017 möglich sein. Dann soll eine gemeinsame Campus-Software der saarländischen Hochschulen die Studienplatzkapazitäten besser auslasten.