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An der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Kultur

An der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Kultur

Wer Konzerte organisieren oder ein Museum leiten will, muss auch in wirtschaftlichen Fragen fit sein. Der Studiengang Kulturmanagement der Hochschule für Technik und Wirtschaft und der Hochschule für Musik soll das dafür nötige Wissen vermitteln.

Musik und Wirtschaft, das scheint ein Gegensatz wie Tag und Nacht - dennoch werden die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) und die Hochschule für Musik (HFM) künftig zusammenarbeiten und ab dem Wintersemester 2014/15 ihr erstes gemeinsames Studienfach anbieten: den Master-Studiengang Kulturmanagement. Er richtet sich an Absolventen eines wirtschafts- oder kulturwissenschaftlichen Faches und bereitet sie in vier Semestern auf eine wirtschaftliche Tätigkeit im Kultursektor vor. Kulturmanager arbeiten beispielsweise in Kulturämtern, leiten Musikschulen oder organisieren Festivals.

"Es reicht meist nicht aus, wenn Musiker nur gute Musik machen, sie müssen sich auch mit Betriebswirtschaftslehre auskennen. Und umgekehrt sollten Betriebswirte ihren kulturellen Horizont erweitern, um erfolgreich zu sein", erklärt HTW-Rektor Wolrad Rommel. Dem stimmt auch Wolfgang Mayer, Leiter der HFM zu: "Im Beruf hat man es ja auch mit beiden Seiten zu tun." Und genau darauf ist der neue Master-Studiengang ausgelegt. Die Inhalte orientieren sich an den Vorkenntnissen der Studierenden. So belegen Absolventen der Wirtschaftswissenschaften im ersten Semester hauptsächlich Kurse in Musikdidaktik und Kompositionsgeschichte. Zudem lernen sie die Arbeit im sogenannten Non-Profit-Bereich kennen, dazu gehören gemeinnützige Kultureinrichtungen, wie beispielsweise Stiftungen und Vereine. Absolventen eines kulturwissenschaftlichen Studiums belegen hingegen vor allem die Fächer Marketing, Logistik und Recht. Rommel erklärt, dass das Studium insgesamt sehr praxisbezogen sei: "Ein Ziel ist es, den Studierenden Wissen aus unterschiedlichen Bereichen zu vermitteln."

Insgesamt 20 Studenten haben pro Jahr die Gelegenheit, in den Studiengang aufgenommen zu werden. Die Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2014/15 endet am 15. Juli. Ausgewählt werden die Bewerber in einer Eignungsprüfung. Dazu müssen sie ein Schreiben verfassen, in dem steht, warum der Studiengang die richtige Wahl für sie ist. Anschließend folgt ein Vorstellungsgespräch. "Das Studium soll die Teilnehmer zum einen dazu befähigen eine Leitungsfunktion im Kulturbereich zu übernehmen und zum anderen wirtschaftlich erfolgreich Kulturprojekte managen zu können," erklärt Rommel, und Mayer ergänzt: "Sie sollen Vermittler zwischen Kulturschaffenden und Kulturanbietern sein. Also eine Schnittstelle zwischen beiden Bereichen."

kulturmanagement.htwsaar.de