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Deutsch-französische Woche in Metz
Metz wird zum dritten Mal „wunderbar“

Die Riegelsberger Künstlerin Monika Hau stellt in Metz Ölgemälde und Arbeiten auf Papier aus. Hier ihr Werk „Moos und Waldesplan“ aus Öl, Lack und Kreide auf Leinwand.
Die Riegelsberger Künstlerin Monika Hau stellt in Metz Ölgemälde und Arbeiten auf Papier aus. Hier ihr Werk „Moos und Waldesplan“ aus Öl, Lack und Kreide auf Leinwand. FOTO: Monika Hau
Metz. Auch Saarländer beteiligen sich ab Dienstag an der deutsch-französischen Woche. Mehr als 50 Veranstaltungen sind geplant. Von Hélène Maillasson
Hélène Maillasson

Bei unseren französischen Nachbarn geht die Mottowoche „Metz est wunderbar“ ab kommendem Dienstag in die dritte Runde. Mehr als 50 Veranstaltungen rund um die deutsch-französischen Beziehungen finden dann in der lothringischen Hauptstadt Metz statt. Ein Beispiel dafür, wie sich die Vernetzung zweier Städte beiderseits der Grenze und innerhalb der Großregion entwickelt hat, zeigt eine Ausstellung im Metzer Rathaus. Sie widmet sich 60 Jahren Städtepartnerschaft mit Trier. Wer von Metz bisher nur das Centre Pompidou oder die Shopping-Meile der rue serpenoise kennt, hat in dieser Woche die Chance, weitere Viertel näher kennenzulernen. Täglich führen zweisprachige Touren mit verschiedenen Schwerpunkten durch die Innenstadt. Musikalisch bringt das Programm unterschiedliche Genres unter einen Hut: ein Symphoniekonzert im Arsenal, ein gemeinsamer Auftritt des Metzer Musikers Cascadeur und der Saarbrücker Sängerin Frau Wolf und eine offene Bühne für Rock- und Folkmusiker aus der Region.


Auch im Metzer Rathaus schlägt die deutsch-französische Stunde. Dort finden Ausstellungen und Konferenzen statt.
Auch im Metzer Rathaus schlägt die deutsch-französische Stunde. Dort finden Ausstellungen und Konferenzen statt. FOTO: Ville de metz / Ville de Metz

An dem Wochenende findet auch das beliebte Event „Swing Exchange“ statt, das bereits in den Städten des Quattropole-Netzwerks zu Gast war. Von Freitag bis Sonntag gibt es gleich drei Gelegenheiten, mitzutanzen. Mit Bewegung geht es vor allem am Sonntag, 27. Mai, zu. Am letzten Tag der deutsch-französischen Woche starten sowohl ein internationaler Triathlon mit Athleten aus verschiedenen Trainingszentren im Grenzgebiet als auch ein Roller-Turnier, bei dem sich deutsche und französische Teams einen Wettkampf liefern.

Doch nicht nur Sportler aus Deutschland kommen nächste Woche nach Lothringen. Der Metzer Kulturverein „Vies à Vies“, der gute Kontakte in der saarländischen Szene hat, hat zum Beispiel eine Ausstellung der Künstlerin Monika Hau aus Riegelsberg in der „Porte des Allemands“ organisiert. Dort zeigt sie fünf großformatige Ölgemälde sowie sechs Arbeiten auf Papier. „In meinen Werken geht es mir darum, den Betrachtern eine neue Wahrnehmung der Natur zu vermitteln“, erklärt die Künstlerin, die auch bei der Vernissage am Dienstag vor Ort sein wird.

Die saarländische Künstlerin Monika Hau.
Die saarländische Künstlerin Monika Hau. FOTO: Anja Wuckelt


Auch um das Thema Kultur über die räumliche Grenze hinweg geht es in einer Konferenz im Metzer Rathaus. Unter dem Motto „Grenzüberschreitende Kulturen“ diskutieren die Saarbrücker Kunsthistorikerin Eva Mendgen und französische Kollegen über die Frage, inwiefern das Weltkulturerbe der Großregion auch zu der Entwicklung einer gemeinsamen Identität in der Bevölkerung beiträgt.

Auch die Gewerbetreibenden in der Metzer Innenstadt beteiligen sich an der Themenwoche. Sie schmücken ihre Schaufenster in den Farben beider Länder und haben spezielle Angebote, zum Beispiel eine besondere Karte in manchen Restaurants. Und weil auch bei den Jüngeren Liebe – oder zumindest Freundschaft – durch den Magen geht, werden diese Woche in den Metzer Schulkantinen deutsche Speisen serviert.