124 000 Gäste kamen im Jahr eins

124 000 Gäste kamen im Jahr eins

St. Wendel. Mit 100 000 Besuchern im neuen Hallenbad hatte der St. Wendeler Rathauschef im ersten Jahr gerechnet. Dass er gegen Bauamtsleiter Hans-Peter Rupp, der eine höhere Besucherzahl vorausgesagt hatte, seine Wette verlor, machte Klaus Bouillon nicht traurig

St. Wendel. Mit 100 000 Besuchern im neuen Hallenbad hatte der St. Wendeler Rathauschef im ersten Jahr gerechnet. Dass er gegen Bauamtsleiter Hans-Peter Rupp, der eine höhere Besucherzahl vorausgesagt hatte, seine Wette verlor, machte Klaus Bouillon nicht traurig. "124 000 Badegäste - das hat alle meine Erwartungen übertroffen", sagte er beim Empfang am Freitagabend im Hallenbad. "Das sind fünfmal mehr Besucher als im gleichen Zeitraum das alte Hallenbad besucht haben." Die Gäste kämen aus der ganzen Region. Ein Vorteil sei es auch, dass das Hallenbad durchgehend an jedem Tag im Jahr geöffnet sei, auch während der Freibadsaison und an den Feiertagen. Dagegen habe es im alten Bad immer eine Sommerpause gegeben. In den ersten zwölf Monaten seines Bestehens sei im Wendelinusbad jedoch nicht nur eine große Zahl neuer Badegäste registriert worden, sondern auch viele, die jetzt öfter in das neue Bad gingen als in das alte. Klaus Bouillon sieht in diesem Erfolg auch einen Zusammenhang mit den familienfreundlichen Preisen: 3,50 Euro für Erwachsene, zwei Euro für Kinder und Jugendliche und sieben Euro für eine Familienkarte. Das Wendelinusbad mit seinem gepflegtem Bistrobereich war am 18. März 2008 eröffnet worden. Ab diesem Tag kamen monatlich rund 10 300 Besucher. Das Defizit beträgt nach Aussage des Bürgermeisters jährlich rund 600 000 Euro. Es wird über die Gewinne der Stadtwerke aufgefangen. Wäre das nicht der Fall, müsste jeder Badegast 10,70 Euro Eintritt bezahlen. Im laufenden Betrieb erwies sich die Entscheidung, das Schwimmerbecken von ursprünglich geplanten vier Bahnen auf fünf Bahnen zu vergrößern, als nützlich. Die fünfte Bahn ermöglicht es den Vereinen, ihre sportlichen Aktivitäten neben dem normalen Badebetrieb auszuüben. Genutzt wird das Bad von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, vom Schwimmclub Neda, vomTauchclub St. Wendel, vom Kneippverein, von der Volkshochschule und vom SC Heuler. Auch die St. Wendeler Schulen kommen im Rahmen des Schwimmunterrichts. Wie der Bürgermeister erläuterte, stellte der Neubau des Familien- und Freizeitbades einen finanziellen Kraftakt dar. Diese Investition sei nur durch die Unterstützung des Landesregierung möglich gewesen. Die Baukosten beliefen sich auf rund sieben Millionen Euro.

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