Frostschäden noch nicht absehbar

Landesbetrieb Mobilität: Bestandsaufnahme wird erst im Mai gemacht.

Risse, Löcher oder Hebungen - eisiges Wetter wie in diesem Winter kann den Straßen zusetzen. Bislang sind dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz jedoch noch keine größeren Schäden bekannt. "Aber bei uns geht der Winter generell bis Ende April", sagte eine Sprecherin in Koblenz. Dann werde eine landesweite Bestandsaufnahme gemacht.

Die Frostschäden an Straßen beruhen der Straßenbehörde zufolge auf einer Kettenreaktion. Je kälter es werde, desto weniger zähflüssig sei das Bindemittel im Unterbau. Wenn dann Schwerverkehr über die Straße rolle, nehme diese nur noch bedingt die Zugspannung auf. Es könnten Rissen entstehen, durch die dann Oberflächenwasser zwischen die Straßenschichten fließe. Im schlimmsten Fall, erklärte die Behördensprecherin, platzten dann kleinere Teile der Straße ab.

In anderen Fällen gefriere Wasser in den Straßenschichten, dehne sich aus, so dass kleine Erhebungen entstünden. Dadurch verkrafte die Straße bei Tauwetter weniger Belastung. Deshalb gelte: "Je gleichbleibender die Temperaturen und trockener die winterliche Witterung, desto unschädlicher." Eine Temperaturgrenze, die der Asphaltbelag maximal aushält, gebe es nicht. Der Belag werde mit zunehmender Kälte rissanfälliger. Im konkreten Fall spielten außerdem die Verkehrsbelastung und das Alter der Straße eine Rolle.