Brand zerstört Büro in Cattenom

In der Nacht zu gestern hat es auf dem Gelände des grenznahen Atomkraftwerks Cattenom gebrannt. Gegen 22 Uhr hat ein zweistöckiges Verwaltungsgebäude Feuer gefangen. In diesem provisorischen Containergebäude aus leichtem Baustoff hatten Dienstleister, die im Auftrag vom Betreiber EdF auf dem Kernkraftwerk arbeiten, ihre Büros. Rund 60 Feuerwehrleute aus dem ganzen Umland brauchten drei Stunden, um den Brand zu löschen. Gegen ein Uhr konnten sie schließlich Entwarnung geben und das Gros der Truppe abziehen. Einige Feuerwehrleute blieben dennoch bis zum frühen Morgen vor Ort, um den Brandherd zu sichern. Laut Betreiber seien die französischen, aber auch die luxemburgischen, belgischen und deutschen Behörden informiert worden. Auch die französische Atomaufsichtbehörde ASN sei in Kenntnis gesetzt worden.

Wie es zu diesem Brand kommen konnte, ist zurzeit noch unklar, sagte gestern Werk-Pressesprecher Jean-Cyr Darby unserer Zeitung. Glücklicherweise habe sich zur späten Stunde niemand im Gebäude aufgehalten. Die Höhe des großflächigen Sachschadens sowie die Ursache des Brandes werden nun von Gutachtern ermittelt. Trotz beeindruckenden Rauchschwalben sei zu keinem Zeitpunkt die Sicherheit der Anlage gefährdet worden, denn die nuklearen Anlagen, die sich von den Verwaltungstrakten weit entfernt befinden, waren davon nicht betroffen, erklärte der Sprecher. Das gleiche gelte auch für die industriellen aber nicht nuklearen Einrichtungen.