1. Saarland
  2. Merzig-Wadern
  3. Perl

Projekt in Grevenmacher: Nachbarn treffen sich täglich zur Straßenmusik

Nennig : Musik zum Danke in den Straßen von Grevenmacher

Musik gegen den Corona-Frust: In den Straßen des luxemburgischen Moselortes Grevenmacher, wenige Kilometer vom saarländischen Grenzübergang Nennig-Remich entfernt, ertönt jeden Abend um 20 Uhr Straßenmusik.

Die Anwohner der „Rue Pietert“ und „Rue des Fleurs“ haben sich zu einer kleinen Straßenband zusammengeschlossen. Ins Leben gerufen hat die Aktion die Präsidentin des „Kulturhuef Grevenmacher“, Liane Felten.

Sie erzählt: „Wir machen das seit Anfang der Krise, um den Leuten in dem Gesundheitssystem und in den Geschäften danke zu sagen. Wir haben gestartet mit Klatschen und dann haben wir Flyer verteilt mit der Frage darauf: Wer kann ein Instrument spielen oder singen?“ Daraufhin haben sich nach ihren Worten zahlreiche Nachbarn mit Instrumenten gemeldet, um mitzumachen.

„Jetzt haben wir die Noten verteilt und wünschen uns, dass alle mitsingen“, sagt Felten weiter. „Und wie man sieht, kommen auch schon Nachbarn aus den Nebenstraßen dazu. Vorher waren nur unsere direkten Nachbarn aus unserer Straße mit dabei“, freut sich die Initiatorin. Sie betont: „Wir treffen uns nun immer auf Distanz, wie sich das gehört, aber das ist schön und auch die älteren Nachbarn sind froh, einmal zehn Minuten abends aus der Isolation zu kommen und mit uns zusammen zu sein.“

Durchziehen wollen die Leute in Grevenmacher ihr Straßenmusik-Projekt bis zum Ende der Krise. Und wenn diese vorbei ist, wollen sie wieder gebührend zusammen feiern.