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Ermittlungen wegen Steuerbetrug gegen spanische Prinzessin

Ermittlungen wegen Steuerbetrug gegen spanische Prinzessin

Die spanische Königstochter Cristina (48) ist nun doch zur Verdächtigen in einem großen Korruptionsskandal erklärt worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Efe gestern unter Berufung auf Justizkreise berichtete, leitete Untersuchungsrichter José Castro die Aufnahme von Ermittlungen gegen Cristina ein.

Am 8. März muss sie zu einer Vernehmung in Palma de Mallorca erscheinen. Die Infantin werde der Geldwäsche und der Steuerhinterziehung verdächtigt, hieß es.

Zusammen mit ihrem Mann war die Königstochter Teilhaberin eines Consulting-Unternehmens, das öffentliche Gelder erhalten hatte und nach Angaben von Castro eine Strohfirma war. Laut Ermittlungen habe Cristina Gelder von der Firma privat ausgegeben.

Cristinas Verteidigung ließ wissen, man werde die Ermittlungsaufnahme - gegen die sich unter anderem auch die Staatsanwaltschaft ausgesprochen hatte - vor dem Landgericht in Palma anfechten. Falls sie damit keinen Erfolg hat, ermittelt erstmals in der Geschichte der spanischen Monarchie die Justiz in einem Korruptionsskandal gegen einen direkten Nachkommen des Königs.