Ganz schön uncool

Wer als junger Mensch uncool war, kann endlich aufatmen. Denn Coolness hätte gar nichts gebracht.

Wie eine US-Studie zeigt, haben "coole" Teenager als Erwachsene nämlich häufiger Probleme mit Alkohol , Drogen, Kriminalität und Beziehungen.

Allerdings: Wer erst als Erwachsener cool werden will, hat es noch schwerer. In der Raucherecke stehen heute nicht mehr die Coolen, sondern nur die schlimm Süchtigen. Alkohol macht ab einem gewissen Alter nicht mehr locker, sondern verstärkt den Drang zum frühabendlichen Einnicken. Und der in der Studie genannte Punkt "mit attraktiven Gleichaltrigen rumhängen" ist für gefühlte Teenager von 50 schwierig. Attraktive 20-Jährige betrachten sich seltsamerweise nicht mehr als mit ihnen gleichaltrig.

Besser ist es, die Uncoolness zu akzeptieren. Denn die Lebenserfahrung sagt: Irgendwann ist man eh total cool, zuckt nicht mal mehr mit der Wimper. Bloß heißt das dann Leichenstarre.