Leserbrief Organspende: Aussagen schaden der Organspende

Leserbrief Organspende : Aussagen schaden der Organspende

Leserbrief von H.-W. Schmidt

Wie die Organverteilung im Fall Lauda war, vermag ich nicht zu beurteilen. Widersprechen muss ich jedoch dem letzten Satz von Leserbriefschreiber Horst-Werner Schmidt, wonach es wenig verwunderlich sei, dass es wenig Spender gebe und er dies darauf bezieht, dass nur an reiche und wohlhabende Menschen Organe verteilt würden. Ich selbst erhielt 2007 eine Spenderhornhaut, wodurch ich vor Erblindung gerettet wurde. Ein Millionär bin ich keinesfalls. Ich bezeichne mich als Durchschnittsmensch, vielleicht auch sogar wie Herr Schmidt, den ich nicht kenne und dies daher auch nicht beurteilen kann. Mit seiner populistischen Behauptung, dass die Transplantationen abhängig vom Geldbeutel des Empfängers sind, erweist er einer guten Sache einen Bärendienst. Sicherlich verfügt Herr Schmidt über keinen Spenderausweis. Ob er anders denken würde, wenn er selbst oder Angehörige von ihm betroffen wären? Über solche Ansichten bin ich als Organempfänger jedenfalls zutiefst enttäuscht und betroffen.

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