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Ben-Haim-Zentrum in Münchener Musikhochschule öffnet am 30. März.

Ben-Haim-Zentrum : Erforschung jüdischer Musikkultur

Ben-Haim-Zentrum in Münchener Musikhochschule öffnet am 30. März.

Die Hochschule für Musik und Theater in München eröffnet am 30. März das Ben-Haim-Forschungszentrum. Dessen Aufgabe ist es, einen Beitrag zu einer umfassenden Erforschung der jüdischen Musikkultur im süddeutschen Raum und zur Musik NS-verfolgter Musiker und Komponisten zu leisten, wie die Hochschule mitteilte. Schwerpunkte seien dabei besonders die Biografie- und Werksforschung. Die Ergebnisse sollen Wiederaufführungen und Dokumentationen von Werken ermöglichen.

Namensgebend für das Forschungszentrum ist der Dirigent und Komponist Paul Ben-Haim (geboren als Paul Frankenburger 1897 in München). Er ist Alumnus der Musikhochschule von 1920 und war Assistent von Bruno Walter an der Münchner Oper und Kapellmeister in Augsburg. 1933 emigrierte er nach Palästina und wurde als Komponist und Dirigent einer der Gründerväter des israelischen Musiklebens. Er starb 1984 in Tel Aviv.

Die Hochschule sieht sich aufgrund ihres Hauptgebäudes an der Arcisstraße 12, einem ehemaligen Repräsentationsgebäude der Nationalsozialisten, in besonderer historischer Verantwortung, wie es hieß. Eine enge Zusammenarbeit gebe es unter anderem mit der Jerusalem Academy of Music and Dance und dem Jewish Chamber Orchestra Munich.