Bundestag bringt Raubkunst-Zentrum auf den Weg

Bundestag bringt Raubkunst-Zentrum auf den Weg

Das geplante Zentrum zur deutschlandweiten Suche nach NS-Raubkunst kann nach den Worten von Kulturstaatsministerin Monika Grütters noch dieses Jahr an den Start gehen. Das kündigte die CDU-Politikerin gestern in der Haushaltsdebatte des Bundestags an.

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste, so der offizielle Name, soll die Suche nach einst von den Nazis geraubten Kunstwerken in Museen, Archiven und Bibliotheken stärken. Sitz wird Magdeburg. Grütters erklärte, 60 Prozent der deutschen Museen hätten ihre Bestände noch nicht auf NS-Raubkunstverdacht hin untersucht. Nur in zehn Prozent der Fälle stünden die Mittel dafür bereit. Hier könne das mit Ländern und Kommunen vereinbarte Zentrum helfen.

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